12tel Blick 2021 „Das Grundstück“ – Juli

In diesem Jahr beobachte ich ein Grundstück, das in meiner Nachbarschaft liegt und eine Vergangenheit hat, die an Dornröschen erinnert. Mehrfach schon wurde „etwas dran gemacht“, es wurde auch mal ein Schild aufgestellt, dass die Einfahrt freizuhalten sei. Große Dinge schienen ihre Schatten vorauszuwerfen – und nichts passierte. Im letzten Jahr allerdings wurde das Grundstück planiert. Der alte, grüne, von Brombeeren und Essigbäumen umwucherte Maschendrahtzaun verschwand, wie auch alle sonstigen sich ungehemmt ausbreitenden Wildpflanzen. Vielleicht wird in diesem Jahr nun wirklich gebaut? Ansonsten gucken wir dem Grundstück eben einfach beim Wiederzuwachsen zu.

Jeden Monat werde ich möglichst aus der selben Perspektive ein Foto von dem Grundstück machen und am Ende zu einer Collage zusammenfügen.
(Notiz für mich: Standort auf der anderen Straßenseite links vom Laternenpfahl, weit genug vorne, linke untere Ecke des Fokusfensters auf dem Kreuz von Baum und Dach. Ergänzung: Lieber mehr rechts als links!)

Die Aktion habe ich im letzten Januar bei Alexandras Blog „Gedankenflüge“ gefunden und kommt ursprünglich von Eva Fuchs vom Blog „verfuchstundzugenäht“. Unter dem Link wird auch erklärt, wie das Fotoprojekt funktioniert.

Hier kommt mein Bild vom Juli 2021:

Das Wetter war – wie den ganzen Juli – sehr wechselhaft und just in dem Moment, als ich fotografieren wollte, zog eine riesige Wolke vor die Sonne, die an diesem Tag öfter schien. Ich wollte ein Sonnenbild, drehte eine runde, aber dann hatte jemand die Parklücke gefunden und ich hatte zwar Sonne, aber keinen Blick auf das Grundstück mehr. Nun ist es etwas aufgehellt, aber leider sonnenlos.
Auf dem Grundstück wächst es weiter – genug Regen gab es ja! Langsam dominieren neue Essigbäume das Geschehen (etwas zu sehen auf der Wiese links vom Baum, es sind die höchsten Pflanzen). Die Brombeeren sind überwuchert, es gibt ein paar Doldengewächse und sonstige Wildpflanzen. Von Baugeschehen weit und breit nichts zu sehen! Ich bin ja gespannt, wenn das so ungestört weiterwuchern kann, wie hoch die höchsten Pflanzen bis zum Jahresende geworden sind!

Viele Grüße

Vorheriger 12-tel Blick vom Grundstück:
Bild vom Januar
Bild vom Februar
Bild vom März
Bild vom April
Bild vom Mai
Bild vom Juni

Montagsstarter 31/21

Beim Gang auf die Waage bin ich im Moment gut gelaunt. Der Trend geht eindeutig nach unten! Weniger fettes Essen und kontrolliertes Naschen bewirken schon viel! Außerdem esse ich nur, wenn ich hungrig bin und höre gleich auf, wenn ich ein Sättigungsgefühl bemerke. Meine momentane Appetitlosigkeit kommt mir da sicherlich zugute!

❷ Ein damals genanntes Schülerkonzert im Rahmen des Musikunterrichts war mein erster Konzertbesuch. Genau kann ich mich aber nicht mehr daran erinnern. Mein erster richtiger Konzertbesuch fand dann mit ca. 15 Jahren anlässlich einer Matinee-Veranstaltung in der Semperoper statt. Aber Klassik ist einfach nicht die Musik, wegen der ich in ein Konzert gehen möchte. Die höre ich mir lieber in Ruhe zu Hause an. Mein erstes anderes Konzert war dann mit 19 Jahren eins von Nino de Angelo. Kurz darauf hätte ich auch beinahe Udo Jürgens erlebt, aber es sollte nicht sein. Es war eine Freilichtbühne und kurz vor dem Konzert (die Bühne war schon komplett aufgebaut) gab es ein Unwetter, bei dem es starke Beschädigungen gab. U.a. war der gläserne Flügel von Udo Jürgens nicht mehr zu benutzen. Darum fand das Konzert nicht statt. Danach ergab sich nie wieder die Gelegenheit, ihn zu sehen.

Ich muss mich mehr bewegen und liebe es einfach nur zu laufen. Durch die Felder hier oder die kleinen Nachbarorte – mal sehen, ob und wie weit ich es ausdehnen kann, angefangen habe ich mit nur 3 Kilometern und ohne Schmerzen im Bein wegen Schmerzmitteln. Es soll aber auch ohne gehen.

Diese Woche wird mir wohl eher k-eine Freude machen. Morgen hole ich meinen Befundbericht vom Krankenhaus und je nachdem, was drinsteht, wird meine E-Mail an meine Nephrologin ausfallen. Umfangreicher oder nicht. Der Arzt in der Radiologie hat vermutet, dass meine Lymphozele (eine Flüssigkeitsansammlung im Bauch, kommt von der transplantierten Niere) auf die linke Schlagader drücken könnte, die das linke Bein versorgt. Die Durchblutung sollte kontrolliert werden. Und ich soll durchblutungsfördernde Medikamente nehmen – auch das muss von der Nephrologin abgeklärt werden. Ich sehe schon, dass diese eigentlich ruhig aussehende Woche wieder von medizinischen Themen und diesbezüglichen Wegen, Telefonaten, E-Mails und WhatsApps geprägt sein wird.

Die Hitze in diesem Jahr lässt sich doch ertragen! Ich weiß gar nicht, warum mein Liebster das Klimagerät aus dem Keller geholt hat. Da war es mal 3 Tage warm und schon kam die Panik. Heute sitze ich hier in Jogginghose und Pullover und die Hitze ist weit weg. 

Oft sehe ich drüben auf der anderen Straßenseite auf dem höchsten Nadelbaum ganz oben auf der Spitze eine Taube sitzen. Sie genießt es offensichtlich, sich im Wind hin- und herwiegen zu lassen und einen guten Überblick zu haben.

Diese Woche habe ich einiges Liegengebliebene wie die Abrechnung für die Krankenkasse (Zuzahlungsrückerstattung) geplant und außerdem steht/stehen Psychotherapie und Krankengymnastik im Kalender.

Liebe Grüße und habt alle eine gute Woche!

Zur Erklärung: Der Montagsstarter ist ein Lückentext, die Vorgaben sind fett geschrieben. Das Original gibt es wie immer bei antetanni und diesen Montagsstarter findet ihr unter diesem Link.

Meine Woche (KW 30/2021)

Getroffen: die Familie von gegenüber (einzeln und zusammen), den Mann von der Familie von schräg oben, den besten Kumpel von E.

Gemacht: die Pflanzen auf dem Bakon gegossen und gedüngt, mit meiner Mutter telefoniert, abgeschnittete Efeututen (inzwischen mit Wurzeln) eingepflanzt, Wäsche gewaschen und zusammengelegt, Rasen bewässert, Unterkunft in der Nähe meiner Eltern gesucht und gefunden, mit airbnb gekämpft (die Zertifizierung ist lang und echt unbequem am PC), verblühte Geranien abgeschnitten, mit meiner Schwester und meiner Mutter gewhatsappt, abendliche Spaziergänge mit E., mit E-Auto gefahren, fotografiert, gekocht, nächtliche Spazierfahrt mit E., durch die Felder gelaufen

Gewesen: zu Hause, bei der Krankengymnastik, im Autohaus, in der Radiologie im hiesigen Krankenhaus, bei Netto

Gesehen:
– Filme und Serien: „Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt (1999, 2000 und 2001)“, „MythBusters – Die Wissensjäger“ (Doku-Serie), „Im Land der Raketenwürmer“ (Film), „Tremors 2 – Die Rückkehr der Raketenwürmer“ (Film), „Road Runner 2049“ (Film)
– Natur: einen Schmetterling auf unserem Balkon, eine Minieidechse beim Besuch unserer Garage, Wildkaninchen, ein überfahrenes Eichhörnchen, kleine Insekten an den Insektenhotels, Rabenkrähen, zwei Rabenkrähennester auf Hochspannungsmasten, eine Rebhuhnfamilie, leuchtende Katzenaugen in der Dunkelheit
– Sonstiges: einiges von Olympia, Jupiter und Saturn, Flugzeug am Nachthimmel, einige Angebote von Ferienwohnungen, die Frau mit dem weißen Schäferhund, einen asphaltierten Parkplatz (der früher eine herrliche Gänseblümchenwiese war), einen lachenden Radfahrer in Wind und Regen (nur mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet), einen doppelten Kreisverkehr mitten in der Pampa

Gehört: Hundebellen und -jaulen (scheint, als wären die Besitzer nicht da), die Diagnose nach dem MRT: Hüftkopfnekrose, Jugendliche in der Ruine hinter unserem Haus, nächtliches Stakkato-Gebell von dem anderen Hund, Bagger und Kettensägen auf dem Nachbargrundstück

Gelesen: ziemlich viel über Hüftkopfnekrose – die Stadien und die Behandlungsmöglichkeiten

Gespielt: „Tile Master 3D“ (Tablet), „Bricks Balls Action“ (Tablet), „Idle Firefighter Tycoon“ (Tablet), „Fallout 4“ (PC), „Kochwahnsinn“ (Tablet), „Crazy Cooking“ (Tablet), „Family Farm“ (Tablet)

Gegessen: selbst gemacht: Bratwurst, Maultaschenpfanne (mit Maultaschen, Schmetterlingsnudeln, Bacon, Zwiebeln und Ei) / bestellt/geholt: Chicken Nuggets mit Senfsoße, Netzkartoffeln mit Kräuterdip / aufgewärmt: TK-Pommes, Reste von der Maultaschenpfanne / Sonstiges: Toast mit Honig, Toast mit Dosenwurst, würziges Brot, Krautsalat

Genascht: Duplo, Nimm 2, Obstschnitten, Salzstangen, Kaubonbons

Getrunken: Kaffee, Wasser, ACE-Saft, Fanta

Gekauft/bestellt: ein Therapieband, eine CD-Box

Gesucht: eine Unterkunft in der Nähe meiner Eltern

Gefunden:
– eine Ferienwohnung
– einen Grund für meine Schmerzen (der Gesäßmuskel wird da trotzdem mit reinspielen)

Gefühlt: müde, erschöpft, ausgeschlafen, optimistisch, deprimiert, genervt, gefasst, verzweifelt, belustigt, mutlos

Gelacht: Ja.

Geweint: Ja.

Gelitten:
– an Kopfschmerzen und starker Übelkeit am Mittwoch
– Schmerzen in Hüfte und Bein immer wieder mal (durch Schmerzmittel wegen Kopfschmerzen gebremst)
– Depressionen nach der Diagnose wegen der Hüfte

Genossen:
– das Gefühl des Ausgeschlafenseins (hatte ich seit Monaten nicht mehr)
– die Fahrt mit dem E-Auto: so leise und bequem!
– das Laufen – hat den Kopf frei gemacht

Gefreut:
– über den plötzlichen Kontakt zu meiner Schwester
– dass das mit der Ferienwohnung geklappt hat

Geärgert: über unnötige, veraltete Bürokratie (Wieso kann ich meinen eigenen Befundbericht nicht per Post zugeschickt bekommen?)

Gefragt: Kann und soll ich nun noch Krankengymnastik machen?

Gedacht: Aber sterben muss ich daran nicht! Trotzdem wird es hart werden, was irgendwann auf mich zukommt. Ich hätte gerne eine Zeitmaschine.

Gewogen: abgenommen, seit Anfang der Beobachtung 1,5 kg

Gemessen: Blutdruck (von hoch bis niedrig alles dabei, aber zuletzt mehr hoch – innerer Stress), Schritte (ganz gut, Sonntag sehr gut)

Geplant: Laufen. Bewegung ist gut bei Hüftkopfnekrose, habe ich gelesen.

Fazit: Eine eher belastende Woche. Stress, Lärm und diese blöde Diagnose. Nicht gut!

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich eine Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung sowie eine Art Tagebuch.

Die Familie von schräg oben

Achtung, diese Beschreibung bezieht sich auf die erwähnten Personen in meinen Wochenrückblicken und wird ab und zu verlinkt.

Die Familie von schräg oben wohnt schon einige Jahre hier. Ein Mann und eine Frau und ihre zwei Mädchen.
Der Mann macht was mit Elektronik von Beruf und ist tagsüber immer sehr lange weg.
Die Frau ist, seit sie ihr erstes Kind bekommen hat, zu Hause. Allerdings hat sie einen sehr regelmäßigen Tagesablauf, der sich auch mit der zweiten Tochter nicht geändert hat. Selbst jetzt, wo die ältere in den Kindergarten geht, höre ich sie immer um die selbe Zeit, wenn sie auf den Hof zum Auto gehen oder zurückkommen.

Zu den Kindern habe ich keinen Kontakt außer einer Begrüßung im Treppenhaus. Mit der Frau reicht es für ein kurzes oberflächliches Gespräch. Der Mann ist etwas gesprächiger, er hat auch schonmal unseren Antennenanschluss repariert und unterhält sich öfter mal mit E. Ich habe mit ihm nicht so die Themen, aber wenn wir uns treffen, ist es immer freundlich – auch mit der Frau.