Freitagsfüller #648

1. Neuerdings ist die nächstgelegene (viel zu teure Metzgerei) nicht mehr da, man hat sich still und heimlich in den Ruhestand verabschiedet. Stattdessen gibt es dort jetzt einen Kiosk mit – freu! – einem DHL-Punkt. Heute habe ich dort zum ersten Mal ein Paket abgeholt, das nicht zugestellt werden konnte. Es gibt Parkplätze, man muss nicht ewig durch die Fußgängerzone laufen und es gibt keine lange Schlange. Das war ein wirklich tolles Erlebnis! Möge der Kiosk lange erhalten bleiben!

2. Mein Wohlbefinden ist einfach gestiegen – nach den Arztterminen und danach gaaanz viel Schlaf!

3. Gerade jetzt höre ich im Hintergrund die Saragossa-Band! Das passt zu meiner momentanen Verfassung (und dazu, dass ich gerade alleine bin).

4. Kartoffelbrei (echten!) finde ich besonders sättigend. Mit einem Spiegelei oben drauf ist er auch richtig lecker!

5. Die letzte Person, die ich umarmt habe, ist E. Heute morgen haben wir uns beide drüber gefreut, dass es mir besser ging. Gestern hing ich mit Kopfschmerzen tüchtig in den Seilen.

6. Soll ich dem Vermieter was wegen den lauten Nachbarn sagen oder besser nicht? Heute war es wieder extrem laut mit Kinderbrüllen und -anschreien. Es geht mich ja eigentlich nichts an, wie die Frau ihre Kinder erzieht. Aber immer wieder über mehrere Stunden solchen Lärm zu machen, ist schon ziemlich…

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen freien und erholsamen Abend, morgen habe ich geplant, meine Medikamente in die nagelneuen Tablettenboxen zu richten und die alten nach fast 5 Jahren zu entsorgen, und Sonntag möchte ich mich möglichst auch nochmal von dieser vor allem psychisch anstrengenden Woche erholen!

So, euch wünsche ich nun ein ebenfalls erholsames Wochenende!

Zur Erklärung: Der Freitagsfüller ist ein Lückentext, meine „Füllungen“ sind fett geschrieben. Das Original gibt es wie immer bei Barbara und diesen Freitagsfüller findet ihr unter diesem Link.

Tag entschlackt und Woche auch

Heute hätte ich meine Jahresuntersuchung in der Nierenklinik gehabt. Leider darf ich immer noch keine Begleitperson mitbringen, was für E. heißt, dass er mich hinbringt, wieder heim fährt und mich abholt, wenn ich fertig bin. Die einfache Tour dauert etwa 40 Minuten – und das dann 4-mal an einem Tag. Warten ist keine Option – solche Termine dauern gerne mal mehrere Stunden. (Hier hatte ich schonmal darüber geschrieben.)

Heute nacht ging es E. nicht gut und ich habe morgens halb 4 eine E-Mail an die Klinik geschrieben, dass ich nicht kommen werde und um Verschiebung des Termins bitte. So unausgeschlafen wollte ich E. diesen kleinen Marathon nicht machen lassen. Morgen und übermorgen geht es noch weiter, da habe ich zwei und E. einen Arzttermin, das reicht eigentlich. Trotzdem hat mich diese sehr kurzfristige Verschiebung viel Kraft und Überwindung gekostet. (Das böse Kind hat wieder Sonderwünsche…)

Aber es hat geklappt: Mein Termin in der Klinik ist nun erst in 14 Tagen, liegt damit im regulären Untersuchungsrhythmus von 6 Wochen, den ich sonst in der Nierenpraxis mache, und heute war einfach mal Ruhe im Karton. Wir haben gaaaanz viel geschlafen und abends noch entspannt einen Großeinkauf gemacht – ein guter Tag, sehr gut! Heute abend geht es uns beiden gut und wir sehen den nächsten beiden Tagen viel gelassener entgegen.

Meine Woche (KW 40/2021)

Getroffen: den Mann von der Rollladenfirma, einen Bekannten, einen sehr guten Bekannten, eine ältere Frau mit einem jungen Hund, ein älteres Ehepaar mit einem jungen Hund

Gemacht: „Anno“ gezockt, alte Heimkinoanlage abgebaut, neue Soundbar mit Alexa eingerichtet, den Vorgarten im ersten Schritt auf den Winter vorbereitet (Wacholder und Lavendel gekürzt, verblühten Sonnenhut abgeschnitten), an einer Datenbank im Internet gearbeitet, viel nachgedacht, Gespräche mit E., Pläne geschmiedet, Stress abgebaut, mit meiner Schwester gewhatsappt, Spaziergänge mit E.

Gewesen: zu Hause, im Autohaus

Gesehen:
– Filme und Serien: „Dirty Dancing“ (Film), „Die Schlagernacht 2021 in der Berliner Waldbühne“ (Musikshow), „Berlin: Schicksalsjahre einer Stadt (2002 und 2003)“ (Doku), „Tenet“ (Film), Boxen (Sport), „Die größten Schlager-Kulthits der 80-er“ (Musiksendung), „Ein Kessel Buntes“ (Show-Erinnerungen)
– Natur: herrliche Farben des Sonnenuntergangs am Himmel und an Bäumen, Stinkwanzen, zwei Eidechsen (Flucht in die Ritzen an der Treppe zum Haus), einige kleine Flugtierchen an den Insektenhotels, Jupiter (Planet), Mauselöcher
– Sonstiges: die Frau mit dem weißen Schäferhund, den Obdachlosen (hat seine Wäsche auf der Bank zum Trocknen ausgebreitet und was gegessen)

Gehört: nach langer Zeit mal wieder die Motorräder von der Motocross-Strecke am Rande der Stadt (hat mir nicht gefehlt!), Meisen, Krähen, Elstern, Rasenmäher

Gerochen: Alkohol, Gummi, Gebratenes

Gespielt: „My Café“ (Tablet), „Brick Ball Action“ (Tablet), „Anno 1800“ (PC), „Chain Cube“ (Tablet)

Gegessen: selbst gemacht: Kabeljaufilet mit dem Rest Kartoffelbrei und Blumenkohl, Bratwürste griechischer Art nach Empfehlung von Monika / bestellt/geholt: / aufgewärmt: Spätzlepfanne (TK) / Sonstiges: Toastbrot mit Honig, Lebkuchen, Brötchen mit Eiersalat, Fischpaste mit Knoblauch

Genascht: Duplo, Nimm 2, Toffifee

Getrunken: ACE-Saft, Kaffee, Wasser, Fanta

Gekauft/bestellt: diese Woche nichts

Gesucht: einen Wecker mit Temperaturanzeige

Gefunden: immer wieder eine Motivation

Gefühlt: gut, müde, zufrieden, ängstlich, mies, deprimiert

Gelacht: Ja!

Geweint: nein

Gelitten:
– starke Schmerzen im Bein, ausstrahlend bis zum Knie
– zunehmende Schmerzen im Arm bis in die Schulter und den Unterarm
– Depressionen, Enttäuschung

Genossen: alte, vertraute Musik wiederzuhören

Gefreut: über den wieder aufgelebten (Fern-) Kontakt zu einer alten Freundin

Geärgert: über meinen doofen Körper, der immer „hier“ schreit, wenn Krankheiten verteilt werden

Gefragt und geantwortet: Wie komme ich aus dem Mist raus? – Gar nicht. Ich muss mich damit abfinden.

Gedacht: Wenn ich das alles vor der Transplantation gewusst hätte, hätte ich sie wohl trotzdem nicht abgelehnt. Dialyse ist noch mehr sch***. Aber ich wäre nicht so überfahren gewesen. Nur positive Beispiele zu bringen, ist nicht einfach die Unwahrheit.

Gewogen: wieder etwas abgenommen

Gemessen: Blutdruck (ganz gut), Schritte (nicht so toll)

Geplant: Die kommende Woche irgendwie hinter mich bringen, möglichst ohne Kopfschmerzen und Panik.

Fazit: Eine eigentlich gute Woche mit einem großen Loch am Ende, aber ich krabbel‘ schon wieder raus.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich eine Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung sowie eine Art Tagebuch.

Hinweis

Momentan geht es mir nicht gut. Meine gesundheitliche Entwicklung setzt mir zu, meine Psyche spielt verrückt. Es fällt mir schwer bzw. ist fast unmöglich, mich zu entspannen. Ich schaffe gerade fast nichts außer mich irgendwie abzulenken. Aber die Gedanken kommen wieder, wie ein Bumerang. Nachts kann ich nicht schlafen, tagsüber schon… Alles verdreht, deswegen auch Schuldgefühle.
Nächste Woche einige Arztbesuche, übernächste Woche einer. Die werden nicht schön und ich habe Angst vor den Diagnosen. In der Woche drauf endlich der Termin bei der Psychotherapeutin. Wahrscheinlich ist es zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr akut, aber jetzt gerade ist der Gedanke an diesen Termin mein Strohhalm. Ich werde auf jeden Fall auch über ein Medikament für die Psyche nachdenken, so geht es nicht mehr weiter.