Es ist Sommerwetter!


Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Nein, ich will euch nicht veralbern. Ich habe letztens diesen Beitrag von Jörg Kachelmann gelesen und versucht mich zu erinnern.

Die letzten Jahre ergaben in meinem Gedächtnis nur viel Stöhnen und Jammern über die Hitze. Mein eigenes Gefühl sagte mir „zu viel, zu lang, zu heiß“. Während meiner Dialysezeit musste ich mir die Austrittsstelle von meinem Katheter bekleben, an der Ostsee nochmal wasserdicht. Es war so heiß, dass sich das Pflaster durch meinen Schweiß ablöste. Das war für mich nicht normal.

Heute regnet es, es ist seit Tagen ziemlich kühl und meine Erinnerung geht noch weiter zurück. Damals, als es für mich noch Sommerferien gab. Als ich ins Ferienlager und in den Urlaub fuhr.
Als ich immer Kleidung für schlechtes Wetter mitnehmen musste und diese auch immer gebraucht habe. Tischtennisspielen im Regen, kein Besuch des Badesees, weil es zu kalt war. Nicht-raus-dürfen wegen tagelangen Schüttens aus den Wolken. Nicht-draußen-essen, weil das Essen und uns zu schnell kalt geworden wäre.

Ja, so war das damals. Und das waren ganz normale Sommer. Auch wenn die Hitze inzwischen in Bereiche steigt, an die ich mich früher nicht erinnern kann, und der Regen viel seltener geworden ist – das, was wir jetzt haben, mit unter 20 Grad und immer wieder Regenschauern, das ist das ganz normale Sommerwetter, wie ich es als Kind auch schon erlebt habe. So müsste es eigentlich regelmäßig sein, damit die Natur und wir alle hier gut zurechtkommen würden.

Stattdessen werde ich mich an diesen Sommer erinnern mit „zu kalt, zu nass, kein richtiger Sommer“.

16 Kommentare zu „Es ist Sommerwetter!

  1. Ich finde die nicht zu heißen Temperaturen jetzt gerade recht. Genau genommen sind Menschen mit gar nichts zufrieden. Ist es zu kalt, wird gejammert. Ist es zu heiß, passt es auch nicht. Darum, ich nehm es so, wie es kommt, weil ändern kann man es eh nicht.
    Aber Pflaster und Hitze, das passt nicht zusammen. Hatte neulich Blasen an den Füßen, von neuen Schuhen, Blasenpflaster drauf, hat vor lauter schwitzen nur kurz gehalten.

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    1. Na, da weißt du ja, wovon ich rede, wobei es bei den Füßen ja immer noch eine mechanische Beanspruchung gibt.
      Ja, genau, man muss das Wetter einfach nehmen, wie es kommt. Ich gucke in der letzten Zeit auch gar keinen Wetterbericht mehr an. Bei der Kleidung bevorzuge ich sowieso das Zwiebelprinzip und Sonnencreme habe ich notfalls immer dabei. Die Frauenhandtasche halt… 😉

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  2. die menschen lassen sich täuschen. sie würfeln einiges durcheinander bei diesem thema. der menschengemachte klimawandel ist wissenschaftlich fakt. er manifestiert sich aber in der zeitspanne eines menschenlebens und unseres erinnerungsvermögen nur allmählich. auch ohne klimawandel gäbe es „ausreißer“ mit besonderen wetterphänomenen. genau dies nutzen klimawandel-ignoranten für ihre argumentation. die wahrnehmung des menschen in hinsicht des klimas ist zu kurz, um valide zu sein. wir müssen dahingehend seriösen wissenschaftlern vertrauen.

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    1. Hier kommen wir zu einem sehr sensiblen Thema, bei dem ich mich an solchen Allgemeinplätzen wie „menschengemachter Klimawandel“ stoße. Ich habe mich schon vor längerer Zeit mit dem Klima und seiner Entwicklung beschäftigt und auch wissenschaftliche Artikel dazu gelesen. Ich fasse mein Fazit kurz zusammen: Klimawandel ja, menschengemacht nein. Durch den Menschen stark beschleunigt, das ja. Vielleicht schreibe ich nochmal einen Beitrag dazu, denn die Sau, die in den Medien durch’s Dorf getrieben wird, taugt nur dazu Emotionen zu schüren. Es geht nicht um Fakten, nicht um Wahrheit.

      Mit dem Wetter und den Erinnerungen gebe ich dir recht, und Wetter hat auch erstmal nichts mit Klima zu tun. Hier müssen wir uns mit ganz sachlichen Betrachtungen wie eben den Erinnerungen, wie es früher wirklich war, vor Panikmache schützen. Da hilft auch mal der Blick in Archive. Und dass die Kirschen vom Nachbarn alle aufgeplatzt sind, weil es kurz vor der Ernte ordentlich geregnet hat, gab es damals auch schon. Das bedeutete dann weniger Eingewecktes und mehr Kirschkuchen oder Kirschmarmelade.

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      1. wenn du schreibst: klimawandel ja – menschengemacht nein; aber der klimawandel sei durch den menschen beschleunigt, widersprichst du dir. selbstverständlich ist der mensch nur ein faktor, der das klima auf der erde beeinflusst, – aber innerhalb seiner relatv kurzen präsenz in der biosphäre doch ein sehr maßgeblicher, vor allem in den ca. letzten 200 jahren. ein einziger ausbrechender supervulkan könnte dies freilich in den schatten stellen…. aber verdammt noch mal: wer den klimawandel durch den menschen ignoriert, sollte mal sein logik-denken überprüfen.

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        1. Ich glaube nicht, dass ich mir widerspreche. Ich sehe mir die Entwicklung des Klimas aud der Erde an, seit es eines gibt. Du hast schon recht, in den letzten 200 Jahren hat sich einiges getan. Aber in den 200 Jahren davor auch und in denen davor auch. In der Klimageschichte nur 200 Jahre zurückzublicken, ist zu kurz gedacht. Es hat schon immer Klimaschwankungen gegeben, bei denen der Mensch außen vor war. Nun gibt es wieder eine und der Mensch beschleunigt sie. Ich glaube schon, dass das inhaltlich sehr wesentlich ist, zumal es Schuldgefühle sehr verstärken kann, die einen wiederum nicht mehr klar denken lassen und beeinflussbar machen.
          Ich leugne den Klimawandel nicht, im Gegenteil. Ich sehe nur sehr kritisch, wie in der Öffentlichkeit mit diesem Thema umgegangen wird, nämlich leider gefühlsbasiert und nicht wissenschaftlich. Und dazu gehört auch eine treffende Ausdrucksweise.

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          1. und ich sehe den einfluss des menschen auf die biosphäre der erde sehr kritisch. dabei ist das klima nur ein teilaspekt. es gibt sehr viele seriöse wissenschaftler, die den negativen einfluss des menschen auf die natur und das klima bestätigen und durch daten untermauern. ich habe keinen grund, ihrer argumentation nicht zu folgen.

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            1. Liebe Margot, zunächst mal: Danke für den Austausch hier!
              Ich glaube, dass wir anfangs unterschiedliche Blickwinkel auf das selbe Thema hatten.
              Wie der Mensch mit seiner Umwelt und der Atmosphäre umgeht, ist wirklich eine Katastrophe! Allerdings glaube ich nicht, dass eine Strafzahlung in Form einer CO2-Abgabe irgendetwas ändern wird. Mittlerweile sind ganz andere, tiefgreifende Maßnahmen erforderlich, z.B. dürfte kein einziger Baum im Regenwald mehr gefällt werden. Stattdessen müsste aufgeforstet werden, wo es nur möglich wäre. Außerdem müsste das Verbrennen von Kohle und Öl aufhören. Was das für die globale Wirtschaft bedeuten würde, kannst du dir sicher vorstellen. Und dass das kein Firmeninhaber mitmachen würde.
              Insofern sind die ganzen Berichte Krokodilstränen, denn solange jemand an der Umweltverschmutzung verdienen kann (und sei es nur, weil Transportwege billiger und/oder schneller sind), wird er es tun.
              Hier helfen nur rigorose Gesetze, weltweit! Utopisch.

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              1. liebe hoffende, wir diskutierten erstmal nur grundlegend über die menschengemachten einflüsse auf umwelt/natur und klima. du sagtest, dass der mensch nicht die hauptursache des momentan stattfindenden klimawandels sei, sondern ihn nur beschleunige. ich finde dagegen, dass der momentan zu dokumentierende klimawandel in der hauptsache menschengemacht ist.
                wie sinnvoll gewisse maßnahmen dagegen sind, steht noch mal auf einem anderen blatt.

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                1. Hahaha, wie kommst du dann auf „BonanzaMargot“? Danke für die Aufklärung, das schiebt mein Weltbild wieder etwas gerade. Eine einsame Frau in einer Kneipe wäre wirklich schlimm gewesen. Da ich keinen anderen Namen kenne, wirst du trotzdem mit der Margot leben müssen…

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                  1. Der Nick stammt noch aus meinen Literaturforum-Zeiten. Längere Geschichte. Wegen des Wiedererkennungswertes benutzte ich ihn auf den Blogs weiter.
                    Mal davon abgesehen gibt es viele männlichen Vornamen, wie z.B. Klaus-Maria, mit einer weiblichen Komponente im 2. Teil.

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