Meine Woche (KW 28)

Getroffen: eine Nachbarin mit ihren Kindern, einen sehr guten Bekannten und einen Bekannten

Gemacht: Papierkram sortiert, Blog mit Schlagwörtern versehen, einen tibetanischen Persönlichkeitstest, Balkonpflanzen gepflegt, Balkon abgesaugt, meiner Mutter per Telefon bei einem technischen Problem geholfen, mit der Schwiegermutter telefoniert, einen Weg ausgekundschaftet

Gewesen: Einkaufen, bei der Nephrologin, bei der Psychotherapeutin, bei der Gynäkologin, in einem Autohaus, bei McDonald’s, an einem kleinen Kapellchen hoch oben in den Weinbergen mit Wahnsinnsaussicht

Gesehen: Akte X (Serie), Dokumentation „Alles über Tschernobyl“, Wegwarten (Pflanzen) ein Amseljunges, eine Familie Elstern, Searching (Film), Medical Detectives (Serie), Deep Water Horizon (Film)

Gehört: 80-er-Jahre-Musik, meckernde Elstern, unseren ständig rufenden Hausrotschwanz, eine schimpfende Amsel, gurrende Tauben, zwitschernde Finken

Gelesen: einige Beiträge im Spookyverse (Akte-X-Wiki), einen längeren Artikel über eine Tschernobyl-Reise, interessante Blogbeiträge

Gespielt: Fishdom, Brick n Balls

Gegessen: Kuchen, Tomaten-Gurken-Salat mit Fetakäse, Maultaschenpfanne, 2 BigMäcs

Genascht: NicNacs, Duplo, Nimm 2, Knoppers, normale Erdnüsse, Toffifee

Getrunken: Kaffee, Wasser, ACE-Saft

Gewünscht:
– alle blöden psychischen Probleme loszuwerden
– dass mein Blutdruck wieder normaler wird

Gekauft: nix Besonderes

Gefühlt:
– negativ: Ungerechtigkeit, Melancholie, Ärger, Leere, Unverständnis
– positiv: Zufriedenheit, Hoffnung, Glück, Lust auf Kreativität

Gedacht:
– Scheint, als würde ich lieber zu weiblichen Ärzten gehen!
– Nach seinem Sturz mit dem Fahrrad (Nase und Lippe mussten genäht werden) sollte mein Vater lieber nicht mehr mit seinem E-Scooter fahren.
– Die „Leinwand“ in meinem Hirn muss weg.

Geplant:
– Ich will die Fliegenvorhänge nochmal richtig festkleben. Die Klebestellen sind zu klein, die Vorhänge zu groß.
– Ich möchte meine Nieren- bzw. Krankheitsgeschichte mal aufschreiben.

Gefragt: Warum habe ich schon wieder diesen dunklen Schleier in meinem Kopf?

Gemessen: Gewicht (oh je!), Schritte (zu wenig), Schlaf (teilweise in der ersten Hälfte keinen Tiefschlaf)

Fazit: Eine Woche, in der ich einiges geschafft habe und in der ich trotzdem oft traurig war.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. Weil ich immer schnell vergesse, was schon am vorigen Tag war, habe ich auch schnell das Gefühl, fast gar nichts gemacht zu haben. Der Wochenrückblick hilft mir ganz prima dabei, mich besser erinnern zu können.

Meine Nierengeschichte: Die Vorgeschichte meiner Nierenerkrankung

Ich war ein Kopfschmerzmensch. Auf jeglichen Stress, also Überforderung, Schlafmangel, Hunger, Durst, Lärm, Hektik, Ängste, Wettterwechsel usw. reagierte ich mit Kopfschmerzen.
Schon in der Pubertät begann ich, mich nach der Schule ab und zu hinzulegen und zu schlafen, um die Kopfschmerzen loszuwerden. Später nahm ich ab und zu eine Spalt-Tablette.

1990 hatte ich das erste Mal so starke Kopfschmerzen, dass nichts davon half. Es wurde immer schlimmer. Meine Eltern waren an dem Abend nicht zu Hause und ich verzweifelte. Ich drückte mir die Fäuste gegen den Kopf und weinte, was natürlich auch nichts brachte.
Irgendwann kam meine Mutter heim und gab mir direkt zwei von ihren Migränetabletten (Avamigran), die fast sofort die Kopfschmerzen beseitigten. Kommentar meiner Mutter: „Diese Tabletten helfen nur gegen Migräne.“ Somit stand fest, dass ich nicht nur einfache Kopfschmerzen hatte, sondern Migräne. Diese Selbstdiagnose, die später von Ärzten übernommen wurde, prägte die nächsten Jahre.

Migräne ist ein Anfallsleiden, das sich manchmal vorher durch besondere Euphorie bemerkbar macht und einen dann voller Schmerzen ins Nichts fallen lässt. Wenn man nicht im Anfallsfall Medikamente dagegen nimmt.

2001 bin ich umgezogen und besuchte irgendwann im Jahr darauf einen Neurologen. Dieser bescheinigte mir, dass ich keine eindeutige Migräne hätte, sondern eine Mischform mit Spannungskopfschmerzen. Das wollte ich nicht wirklich hören, hatte ich doch inzwischen ein Migräneforum gegründet und in dieser Gruppe Verständnis und viele Gemeinsamkeiten gefunden. Auch dass ich mittlerweile wieder normale Schmerzmedikamente nahm, die manchmal halfen(!), ließ mich nicht hellhörig werden. Anweisung vom Arzt: „Bevor Sie ein Triptan (neuartige Migränemittel) nehmen, probieren Sie hochdosiertes Paracetamol und Magentropfen.“ Also waren normale Schmerzmittel legitim.

Außer Paracetamol nahm ich Thomapyrin (ein Kombipräparat mit Koffein), Ibuprofen und später auch Diclofenac. Letzteres half ganz wunderbar, allerdings musste ich nach einer Weile die Dosis erhöhen. Und dann nochmal. Diclofenac ist für seinen Gewöhnungseffekt und seine schädlichen Nebenwirkungen bekannt, aber ich war verzweifelt.
Außer vielen Kopfschmerzen hatte ich sehr dicke Beine, gegen die mir ein Allgemeinmediziner Wassertabletten gab. Die Tabletten waren dann alle, die Beine und Füße nicht dünner, aber der Arzt hatte nichts Ernsthaftes geäußert. Und so ließ ich es, wie es war.

Nach einer Weile war ich so krank, dass ich nicht mehr arbeiten konnte. Ich hatte jeden Tag Kopfschmerzen. Bis auf einmal, da war ich über den Monat 4 Tage schmerzfrei, aber trotzdem benebelt im Kopf, er war einfach nicht „klar“. Beim Arzt war ich sehr oft, um mir eine Infusion Schmerzmittel zu holen, das aber meist nur mittelmäßig half. Außerdem war ich davon noch mehr benebelt und roch und schmeckte in der Zeit danach nur noch Metall. Als ich als neuer Patient in diese Praxis kam, musste ich mal Urin abgeben. Der Arzt fragte, ob ich meine Menstruation hätte, weil etwas Blut im Urin sei. Nein, hatte ich nicht. „Das müssen wir im Auge behalten.“ Nun… Da er nie wieder darauf zurückkam, fand ich das auch nicht so wichtig.

Bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierheim 2007/2008 wurde mir oft schwindlig, ich war beim Aufstehen aus der Hocke völlig außer Atem und gar nicht mehr leistungsfähig. Wie eine alte Frau fühlte ich mich.

Dann erzählte mir 2008 eine Bekannte aus dem Migräneforum, dass sie einen Ü-35-Check gemacht hätte und dass sie außer der Migräne kerngesund sei. So einen Test wollte ich auch machen!
Bei dem Arzttermin musste ich Urin abgeben, mir wurde Blut abgenommen und ein Ultraschall von den inneren Organen gemacht. Ein paar Tage später sollte ich zur Auswertung wiederkommen. Der Ultraschall jedenfalls sah schonmal gut aus.

Soweit zur Vorgeschichte.
Im nächsten Beitrag wird zu lesen sein, was der Check ergeben hat.

Den nächsten Beitrag und alle weiteren Fortsetzungen findet ihr ganz oben in der Linkleiste unter Meine Nierengeschichte.