So kann’s gehen…

E. hat am Sonntag Geburtstag. Seine Eltern und eine Tante haben wir eingeladen.

Wie man das so macht, haben wir rechtzeitig angefangen, unsere Wohnung vorzubereiten. Das ist ja ein prima Anlass, um mal wieder richtig überall aufzuräumen und zu putzen. Nun sind wir außer dem Umstellen des Esstisches an dem Tag fertig.

Heute abend haben sie abgesagt. Die beiden Frauen sind erkältet. Ziemlich dolle sogar.

Irgendwie sind wir gar nicht böse. Erstmal haben wir keine Lust uns anzustecken und außerdem haben wir diese und nächste Woche genug Termine, werden uns an dem Geburtstag ein gutes Essen gönnen – und haben ein freies langes Wochenende sowie eine gemütliche, saubere Wohnung!

Prima!

PS: Die Feier haben wir auf später verlegt, wenn alle wieder gesund sind. Der Vater kommt ja vielleicht auch noch dran…

Musik am Donnerstagabend

Sparks – When Do I Get To Sing „My Way“

Da kam vor ein paar Monaten mal ein Konzert im Fernsehen, und just in dem Moment lief dieses Lied und bohrte sich wieder in meine Gehirnwindungen. Seitdem habe ich immer mal einen „Anfall“ und muss es unbedingt hören. Wie heute abend. Es können ruhig ein paar Mal sein!

Mittwochsfragen #16

Im Blog Geschichten und Meer habe ich die Rubrik „Mittwochsfragen“ gefunden. 1000 Fragen an mich selbst. Leider wurden die Fragen dort inzwischen gelöscht, deshalb beziehe ich mich jetzt auf die Reihenfolge im Blog Steffissenf. Das ist vermutlich die selbe Reihenfolge. Trotzdem vielen Dank an die gnädige Frau für ihre Inspiration!
Hier sind die Antworten 301 bis 320.

301. Worin bist du ein Naturtalent?
In deutschsprachlichen, praktischen Angelegenheiten. Die Theorie ist nicht so meins, ich mache das aus dem Bauch heraus.

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
E.

303. In welcher Situation warst du unfair?
Ich? Unfair? Das muss ich erst noch lernen, aber nur soweit, dass ich mich wehren kann.

304. Fühlst du dich fit?
Nein! Aber es wird in kleinen Minischritten besser. Ich wünsche mir, dass ich irgendwann wieder in normaler Form bin.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Nö. Lohnt sich nicht.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Harry Potter und das Trimagische Turnier. Bis dahin glaubte ich noch an eine Kinderbuchserie. Aber Kinderbücher mit umgebrachten Schülern finde ich zu krass. Ich habe dann direkt nicht mehr weitergelesen.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Mein Arbeitsort befand sich eine zeitlangt in dieser kleinen Stadt. Ich fand sie niedlich und fühlte mich da wohl. Außerdem wollte ich in der Firma ein Zeichen setzen, dass ich wieder dorthin versetzt werden möchte.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiß-Denken?
Nein. Ich sehe so viele Zwischentöne, dass mir die Extreme eher fremd sind.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
In erster Linie Sehnsucht. Hoffnung. Aber auch Übelkeit und Schmerz – je nach Situation, ob ER (hm, oder sie, das gab’s ja auch schon) da ist oder wir uns bald sehen oder nicht.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Nein. Essen und Trinken irgendwie ja, aber viel und nicht alkoholisch. Ein paar Kekse oder Snacks und Wasser, Kaffee oder Tee gehören dazu.

311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?
Die All-Time-To-Do-Liste etwa? Och nee. Lauter Zeug, an das ich nicht gerne denke. Das ich trotz Liste vor mir her schiebe. Irgendwann wird’s werden.
Die Tagesliste ändert sich dauernd, aber ich habe gelesen, dass es sowieso nicht mehr als 6 Dinge sein sollen. 3 davon wichtig und 3 nicht ganz so wichtig. Heute sind dann noch ein Abstecher ins Autohaus, Abendessen und Akte-X-Gucken dran.

312. Hegst du oft Zweifel?
Leider ja, aber ich arbeite dran, die auch mal beiseite schieben zu können.

313. Womit bist du unzufrieden?
Mit meiner Disziplin. (Das habe ich von Steffi, meiner „Vorschreiberin“ stehen gelassen, das passt zu 100%!)

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Ich steige momentan in kein Flugzeug. Das letzte Mal ist auch schon 25 Jahre her. Insofern ist das jetzt schwierig… Ich kann mich noch erinnern, dass ich die Flugzeuge klein und beklemmend empfunden habe. Heute würde ich wohl noch hoffen, dass die Piloten und das sonstige Bordpersonal genug geschult wäre und die Technik entsprechend gewartet. Ach… Ich bleibe lieber am Boden. Flugzeuge sind eh Keimschleudern für mich.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nicht um jeden Preis. Wer Hilfe braucht, bekommt sie in der Regel von mir. Ich hoffe auch auf Hilfe, wenn ich sie brauche. Ob das nun unbedingt immer die selben Leute sind… Hm.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Ja, früher, auf der Arbeit.

317. Wie spontan bist du?
Wenn es nur mich betrifft, sehr. Wenn andere betroffen sind, eher nicht oder nur gezwungenermaßen. Im Umgang mit anderen schätze ich Zuverlässigkeit, kann aber auch mal spontan sein. Wenn die Nachbarin mich eben jetzt zum Quatschen einlädt und ich Zeit habe, schlage ich das nicht aus Prinzip aus.

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Nein, nicht mehr. Das liegt aber daran, dass unsere Familiensituation kompliziert ist und ich aus gesundheitlichen Gründen sehr auf mich achten muss. Außerdem habe ich dieses Helfersyndrom und werde sehr schnell ausgenutzt – da muss ich aufpassen.

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Ich schaffe den Garten nicht so zu bewirtschaften, wie ich es eigentlich müsste. Da er zum Haus mit mehreren Mietparteien gehört, müsste ich die Pflege eigentlich abgeben.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Keine Ahnung, ich habe keine richtigen Freunde mehr. Vielleicht bildet sich langsam wieder was Neues, aber das kann man ja noch nicht zählen. Meine längste Freundschaft war mit Jasmin und dauerte reichlich 20 Jahre.

Tag der Freude #12


Quelle: Bild von congerdesign auf Pixabay, Bearbeitung von mir

Dienstag ist immer der Tag zum In-mich-gehen. Dann überlege ich mal in Ruhe, welche positiven Dinge passiert sind, und mache mir diese bewusst. Diesmal freue ich mich…

  • dass ich ab heute nur noch einmal jährlich zur Kontrolle ins Krankenhaus muss
  • dass ich endlich mal einen Besuch im Krankenhaus geschafft habe, bei dem ich mich psychisch normal gefühlt und nicht sämtliche Energie verloren habe
  • dass sich die kalten Temperaturen für mich „richtig“ anfühlen
  • über die Vögel auf den Hochspannungsleitungen
  • dass meine Psychotherapie diesmal so aufschluss- und hilfreich verlaufen ist und die Grundstimmung trotzdem fröhlich war

Heute war ein echter Tag der Freude, die ersten beiden Tage in dieser Woche stimmen mich sehr froh!

Liebe Grüße

Für die Etüden: Im Herbst am Rhein

Es ist kühl, etwas nasskalt und nicht gerade angenehm. Aber ich brauche frische Luft, und deshalb habe ich mich warm angezogen und bin an den Rhein gefahren.
Außer mir ist niemand da. Sonst sind oft Spaziergänger mit ihren Hunden unterwegs. Aber heute bleibe ich allein.
Mir ist das recht.

Ich suche mir ein windgeschütztes Plätzchen an einem verbuschten Baum und lasse mich dort nieder.
Etwas trockenes Holz habe ich mitgebracht, das ich nun zu einem kleinen Häufchen lege. Wo sind die Streichhölzer? – Ah, da!
Zum Glück ist niemand da, der mir Belehrungen erteilen will. Ich weiß, was ich tue, ich brauche nicht ängstlich zu sein. Das gesamte Ufer besteht nur aus Steinchen, das Feuer ist sehr klein, mein Windschutz weit genug weg.
Ich hole einen Apfel aus meiner Tasche, spieße ihn auf einen stabileren Zweig und lege ihn in die Glut.
Nun muss ich etwas warten und den Apfel auch mal umdrehen.
Das Feuerchen wärmt mich etwas.

Ich beobachte die Schiffe, die ihre Fracht transportieren. Rheinauf und -ab fahren sie und haben manchmal ganz schön zu kämpfen. Wie lange sie wohl unterwegs sind, bis sie am Ziel ankommen?
Als der Verkehr nachlässt, entdecke ich ein paar Wildgänse, die eine Pause auf dem Wasser einlegen. Doch bald schwingen sie sich in die Luft und bilden das typische V ihres Vogelfluges. Macht’s gut!

Nun ist auch mein Apfel fertig. Mit meinem Taschenmesser löse ich die verkohlte Schale und beiße ins warme Fruchtfleisch. Süß und etwas würzig – ich genieße mein besonderes Mahl bis zum letzten Zipfel.
Am Ende breche ich meine Zelte ab, lösche das Feuer mit etwas Wasser aus meiner Trinkflasche und decke die Asche mit Steinchen ab.

So ein Moment, in dem die Welt weit weg ist, verbunden mit der Natur, ist Balsam für meine Seele.

Diese Geschichte ist ein Beitrag zum Schreibprojekt „abc.etüden“ vom Blog Irgendwas ist immer von Christiane. Diesmal geht es um die 43. und 44. Woche und es waren die Wörter „Vogelflug“, „ängstlich“ und „schwingen“ in einem Text von maximal 300 Wörtern zu verwenden. Es sind heute bei mir 296 Wörter.