Corona

Nachdem unser Herr Spahn zugegeben hat, der Lage nicht mehr Herr zu sein, sind wir gestern der dringenden Empfehlung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nachgekommen und haben uns Vorräte angelegt.

Zugrunde lagen:

Freilich soll man nicht panisch werden, und das sind wir auch nicht. Nur gehöre ich zur Risikogruppe und wir (E. könnte mich ja anstecken) möchten uns so wenig wie möglich unter viele Menschen begeben. Dazu gehört auch das Einkaufen, dessen Häufigkeit wir reduzieren wollen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Gerade beim Einkaufen kommt man mit vielen unbekannten Menschen zusammen… Am Arbeitsplatz oder im Wohnhaus kann man eher überblicken, mit wem man Kontakt hat oder hatte.

Wir waren nicht die Einzigen, die auf den Gedanken mit den Vorräten kamen. Um 21 Uhr war kaum noch jemand im Supermarkt unterwegs – aber von den Wenigen waren mindestens 50% dabei, die ihre Wagen mit Vorräten gefüllt hatten. Die Regale sahen entsprechend aus, einige Bilder folgen am Ende des Beitrags.

Tatsache ist, dass es Mund- und Nasenschutzmasken in Apotheken gar nicht mehr und im Internet nur noch zu Wucherpreisen gibt. Desinfektionsmittel sind im Preis ebenfalls um mehr als das 10-fache(!) gestiegen. Was aber das A und O ist, ist die Hygiene, genauer gesagt das Händewaschen. Um damit wirklich was zu bewirken, reicht „Nassmachen, Einseifen, Abspülen“ nicht aus.

Hier ein Video, das zeigt, wie man sich die Hände richtig wäscht und damit Sicherheit schafft:

Und hier ein Video, wie man sich die Hände richtig desinfiziert, sofern man denn ein Desinfektionsmittel hat, das auch gegen Corona hilft.

Man kann sehen, dass es viele Ähnlichkeiten bei beiden Videos gibt. Wenn man sich die Hände so wäscht, wie man sie auch desinfizieren würde, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

So, und jetzt abschließend ein paar Bilder von gestern abend. Es ist zu sehen, dass vor allem die günstigeren Reis-, Mehl-, Nudel- und Konservensorten ausverkauft oder stark ausgedünnt sind. Bei den Tütensuppen sah es bei Maggi ähnlich aus, obwohl das nicht im Angebot war.






Wenn ihr mit dem Gedanken spielen solltet, euch auch Vorräte anzulegen, dann achtet bitte nicht nur auf die Langlebigkeit, sondern dass ihr Dinge kauft, die ihr auch wirklich essen wollt. Der oben erwähnte Prepper hatte z.B. bei seiner ersten „Monatstonne“ wahllos Konserven in irgendwelchen Billigläden gekauft. Die waren alle nicht genießbar. Ebenso ging es ihm mit Nahrung von der Armee, die er als zu teuer und nicht gut genug schmeckend empfand, um sie ständig zu essen. Bei aller Unsicherheit und dem Willen (oder dem Muss), zu Hause zu bleiben: Essen könnte eine der wenigen Dinge sein, die die Lebensqualität aufrechterhalten.

13 Kommentare zu „Corona

  1. Bei uns waren die Regale nicht leer. Ich hab aber auch drauf geachtet, nur die Sorten zu kaufen, die ich wirklich esse. Dosen gab es noch massenhaft, und TK-Sachen, da fehlt ja oft was, ist nichts besonderes. Hier ist noch keine Panik zu spüren.
    Dass Du da sehr vorsichtig bist, kann ich absolut verstehen, hab schon paar Mal an Dich gedacht deswegen. Pass bitte auf Dich auf!

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    1. Danke, das tue ich auf jeden Fall! Ich hab‘ – von der realen Gefahr mal abgesehen – so gar keine Lust auf Krankenhaus, und schon gar nicht auf Quarantäne! Lieber vorbeugen…
      Ob leere oder volle Regale, ich finde es gut, wenn die Menschen sich endlich mal kümmern und vorsorgen. Ich habe heute außer dir auch noch von anderen gehört, die sich Vorräte gekauft haben. Sehr gut!

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  2. Wir haben schon lange einen „rollierenden Vorrat“ zu Hause, der für zwei Wochen ausreicht. Dazu gehören auch Getränke.
    Man kann ja auch mal krank werden und nicht einkaufen können oder wiedermal einschneiden – wie tatsächlich vor einigen Jahren über Weihnachten 😱

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      1. Der Grundstock dazu stammt schon aus der Zeit, in der man noch nicht rund um die Lebensmittel kaufen konnte. Im Dorf schlossen die Läden pünktlich 18 Uhr. Die Mittagszeit von 13 – 15 Uhr wurde eingehalten und Mittwochs + Samstags am Nachmittag auch nicht wieder geöffnet 🤔

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        1. Hm, das kenne ich auch noch, bis auf das mit dem Mittwoch. Bis 1989 war das in der DDR so. Da gab es auch keinen langen Donnerstag. Allerdings sahen die Vorräte da anders aus, man lagerte ein, was man nicht mehr so schnell bekam oder was man selbst gemacht hatte (Eingekochtes).

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          1. Bevor meine Eltern ihre erste Tiefkühltruhe kauften war der ganze Keller voller Einmachgläser. Auch Obst und Kartoffeln waren eingemacht und Sauerkraut wurde selbst gestampft und eingelegt. Auch der Likör wurde selbst aufgesetzt.
            Der größte Teil des Gartens wurde für Obst und Gemüse genutzt und das zu kaufen war auch im Westen teuer 😘

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            1. Ja, diese Art von Vorratshaltung meine ich. Die kenne ich in erster Linie noch von meinen Urgroßeltern, die in ihrem Garten auch nur wenig Blumen, dafür eine Streuobstwiese, einen Kirschbaum, Johannisbeersträucher, Kräuter und diverses Gemüse hatten. Und im Keller viiiele Gläser! 😀
              In späteren Generationen reduzierte sich das etwas, aber die Richtung blieb gleich. Heute, wo man alles bequem kaufen kann, lohnt sich das gar nicht mehr. Allerdings geht damit auch die Geschmacksvielfalt verloren, ich z.B. kenne viele Familienrezepte nicht mehr, was sehr schade ist. Ich habe aber auch keinen Garten, den ich dafür nutzen könnte.

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  3. Wenn man zu einer Risikogruppe gehört, ist das auf jeden Fall eine sinnvolle Sache, sich weitestgehend aus dem öffentlichen Leben herauszuhalten. Eben hörte ich, dass bei Aldi und Lidl schon Waren knapp werden, während Rewe noch keinerlei Hamsterkäufe zu verzeichnen hat und wohl auch gut auf solche vorbereitet sein soll. Ich für meinen Teil verfalle nicht in Panik und kaufe auch keine Vorräte, außer den üblichen. Aber ich gehöre auch zu keiner Risikogruppe. Dir alles Gute 🙂

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