12tel Blick Juni 2020

Dieses ist ein Beitrag für die Aktion 12tel-Blick, die ich im Januar bei Alexandra gefunden hatte.

12 Monate lang mache ich von ein und demselben Motiv möglichst genau aus dem selben Blickwinkel in jedem Monat ein Bild. Ich „begleite“ also diese Stelle ein Jahr lang. Wie es genau geht und worauf man achten muss, kann man hier nachlesen.

Ich beobachte eine Baustelle in unserer Gegend. Seit einigen Jahren geplant, wurde schon vor drei Jahren der Grundstein gelegt. Ende Dezember 2019 begann der Bau. Da ich nicht genau wusste, wo genau das Gebäude entstehen soll, habe ich eine Aufnahmeposition gewählt, die möglichst das komplette Gelände abdeckt. So wurde das Ganze auch ein bisschen ein Überraschungsprojekt. Mein Orientierungspunkt war außer einem bestimmten Standort eine Stelle an der Kirche im Hintergrund, die diesmal fast völlig verdeckt ist. So wurde es ein „Schuss ins Blaue“ und ich bin wieder etwas zu weit nach rechts gerutscht. Wer hätte gedacht, dass es so hoch hinausgehen wird?

Hier kommt also das Bild vom Monat Juni, das übrigens wie alle anderen am 26. geschossen wurde. Leider musste nochmal was an meinem PC eingerichtet werden, deshalb kommt es erst heute.

Hier findet ihr die Beiträge zu den vorigen Fotos:
Januar
Februar
März
April
Mai

Viel Spaß beim Vergleichen!
Liebe Grüße

Meine Woche (KW 26/2020)

Getroffen: die „Jungs“ von oben (sind schon um die 16), die Frau mit dem weißen Schäferhund, den Sohn vom Nachbarn des Jahres 2019, die Frau von schräg oben (wird in den nächsten Wochen irgendwann ausziehen), die Frau mit den beiden Hunden (hat mir ein Kompliment für meine Blumen gemacht), den Nachbarn

Gemacht: Haushaltskram (Wäsche gewaschen und zusammengelegt), einiges von der To-Do-Liste erledigt, eine Altlast beseitigt, am PC gespielt, gebloggt, den Rasen bewässert, Untersuchung beim Nephrologen (aus diesem Anlass mal wieder selbst Auto gefahren, ging gut), fotografiert, die Kindel meiner weißgestreiften Grünlilie eingetopft (haben wochenlang im Wasser Wurzeln bilden dürfen), den Balkon abgesaugt, mehrfach die Geranien gegossen, Spaziergang mit E., Spaziergang im Regen alleine

Gewesen: zu Hause, in der Nierenpraxis, im Autohaus, am Altrhein bei Lampertheim

Gesehen:
– Filme und Serien: „Columbo“ (Serie), „Die Simpsons“ (Cartoon-Serie), „Star Trek – Treffen der Generationen“ (Film), „Medical Detectives“ (Forensik-Serie), „Spion zwischen zwei Fronten“ (Film von 1967), den Trailer zu „Alles steht Kopf“ (Animationsfilm)
– Natur: Elstern, Krähen (sie sind wirklich wie Geier und machen sich über Aas her), Marienkäfer, Hummeln an Lupinen (klingt wie Essen, hihi!), Sonnenschein, unsere blühende Tagnelke, mehrere Wegwarten (aber nicht so viele wie im letzten Jahr), eine kleine Blumenwiese (sehr klein, aber sehr bunt), wunderschön blühende Straßenränder, Wildkaninchen, Eidechsen, einige Kohlweißlinge und wenige Bläulinge, Pilze auf der Wiese, Wildgänse, eine Ente Familie, die Planeten Saturn, Jupiter und Mars am Morgenhimmel
– Sonstiges: viele Boote (u.a. einige Hausboote), verschiedene Vorgärten (auch welche nur mit Steinen und vereinzelten Pflanzen – gruselig!)

Gehört: Amselgesang, (m)eine Grasmücke, Elstern, Krähen, den jungen Mann aus dem Nachbarhaus, Meisen

Gerochen: Rosenduft

Gelesen: einiges über Filme und Synchronisationen

Gespielt: „Fallout 4“ (PC), „Clockmaster“ (Handy), Block Doku (Handy)

Gegessen: selbst gekocht gemacht: Wurstsalat / bestellt/geholt: diese Woche nix / aufgewärmt: Lasagne / Sonstiges: Brötchen mit Käse und Wurst, Toast mit Dosenwurst

Genascht: Duplo, Fruchtbonbons, Nimm 2

Getrunken: Kaffee, ACE-Saft, Wasser

Gekauft: ein Geburtstagsgeschenk für meine Nichte bestellt

Geschenkt: einer durstigen Asylbewerberfamilie eine Flasche Wasser

Gesucht: Ärger und Wut

Gefunden: schöne Fotomotive

Gefühlt:
– negativ: allein, gebremst, traurig, ängstlich
– positiv: fröhlich, zuversichtlich

Gelacht: Ja!

Geweint: nein

Gelitten: schlaflose Nacht, Kopfschmerzen am Sonntag

Genossen: die Wärme am Morgen, die Sommer verheißt

Gefreut:
– dass meine Nephrologin wieder „die Alte“ war
– dass meine Eltern und besonders mein Vater sich auf den gemeinsamen Urlaub mit meiner Schwester und deren Familie freuen (ich war ja „ausgestiegen“ wegen Corona-Angst)

Geärgert: über eine Nachbarin, die ständig was zu meckern hat

Gefragt: Werde ich dieses Wutgefühl jemals so erleben wie andere?

Gedacht: Weder meine Eltern noch meine Schwester haben zum Ausdruck gebracht, dass sie bedauern, dass E. und ich nicht mit in den Urlaub kommen. Das fühlt sich ganz schön blöd an.

Gemessen: Blutdruck (etwas zu hoch)

Geplant: Fahrrad fahren.

Fazit: Eigentlich eine gute Woche, aber sie verabschiedete sich mit blödem Wetter und Kopfschmerzen. Kann nur wieder besser werden.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich zu einer Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung geworden. Das Ausfüllen hilft mir dabei, mich erinnern zu können und ein besseres Ich-Gefühl zu haben. Danke für die Inspiration, Lutz!