Meine Woche (KW 07/2021)

Getroffen: meine Nephrologin, die Familie von gegenüber (alle einzeln), die Familie von nebenan

Gemacht: mit meiner Mutter telefoniert, Wäsche gewaschen und zusammengelegt, gebloggt, eingekauft, Vogelhäuschen und Futterspender entfernt, Nachmittagsspaziergänge mit E., Socken aussortiert und für die Kleiderspende fertig gemacht, mit meiner Schwiegermutter telefoniert, mit meiner Schwester gewhatsappt, viel gespielt, ein paar Bewegungs- und Fitnessübungen (am Mittwoch und am Samstag), Spazierfahrt mit E.

Gewesen: zu Hause, im Supermarkt, in der nephrologischen Praxis

Gesehen:
– Filme und Serien: einige Dokus über die DDR, einige Musiksendungen, „Berlin: Schicksalsjahre einer Stadt 1976 und 1977“, „Der Anschlag“ (Film), „Running Man“ (Film), „Legenden – Ein Abend für Heinz Quermann“ (Doku), „Die Alpen – Unsere Berge von oben“ (Doku)
– Natur: Kohl- und Blaumeisen am Vogelhäuschen, Ringeltauben, eine Rattenfamilie beim Vogelhäuschen, ein Schneeglöckchen, Krähen, eine Große blaue Holzbiene, einen Sonnenuntergang mit Sahara-Sand, einen Reiher
– Sonstiges: den Hermesfahrer, die Frau mit dem weißen Schäferhund, die Familie von schräg oben (mit anderer Frau)

Gehört: Musik aus den 70-er und 80-er Jahren, Taubengurren, Halsbandsittiche, Krähen, Elstern, Vogelzwitschern am Morgen, Meisenzwitschern

Gelesen:Kontaktabbruch von Kindern zu ihren Eltern„, entschlüsselte Mammut-DNA und den Pleistozän-Park

Gespielt: „Clockmaker“ (Tablet), „Fallout 4“ (PC), „Neues Quizduell“ (Tablet), „Gardenscape“ (Tablet), „Homescape“ (Tablet)

Gegessen: selbst gemacht: nix / bestellt/geholt: Eiernudeln mit Hühnerfleisch / aufgewärmt: den Rest Eiernudeln, 5-Minuten-Terrine (Kartoffelbrei mit Röstzwiebeln und Croutons), Börek / Sonstiges: Toast mit Honig, roten Wackelpudding, Toast mit Fleischsalat, Brötchen mit Käse und Hühnerbrust

Genascht: Duplo, Nimm 2, Toffifee, Fruchtbonbons

Getrunken: Kaffee, Wasser, ACE-Saft, Fanta

Gekauft/bestellt: Haken für die FFP2-Masken

Gesucht: Inspirationen für eine neue Vogelfütterstation auf dem Balkon

Gefunden: alte Strumpfhosen in den Sockenschubladen (in Größen, die mir nie mehr passen werden)

Gefühlt: überrascht, enttäuscht, traurig, hoffnungsvoll, müde, erschöpft

Gelacht: etwas

Geweint: fast

Gelitten: an Schmerzen im linken Handgelenk (wie Sehnenscheidenentzündung), immer wieder Schmerzen in der Hüfte (sind aber manchmal ganz weg und haben sich verändert)

Genossen: die angenehmeren Temperaturen und den Sonnenschein

Gefreut: über das Vertrauen meiner Nephrologin und über die guten Blutwerte

Geärgert: über die gut sichtbaren Ratten im Vorgarten, die mir meine Vogelfütterung vorerst verbieten

Gefragt: „Ist der Wirkstoff von Astra Zenica für Transplantierte wirklich bedenklich?“ (an meine Nephrologin) Antwort: „Es gibt gerade eine Kommission, die sich damit beschäftigt. Die Antwort steht noch aus.“ Also ist mit der Impfung besser Warten angesagt.

Gedacht: Offenbar finden die Vögel jetzt schon natürliches Futter, es kommen kaum welche noch an die Futterstation hier. Vielleicht ist es nicht so schwer für sie, wenn ich jetzt schon alles weggenommen habe.

Gemessen: Blutdruck (immer noch sehr wechselnd), Schritte (öfter mal gut)

Gewogen: gleich geblieben (aber 5 Kilo mehr als vor 10 Monaten)

Geplant: Eine Futterstation auf dem Balkon zu installieren – Vorbereitung für nächsten Herbst

Fazit: Eine langweilige Woche, die nur durch soziale Kontakte einige Höhepunkte bot.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich eine Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung sowie eine Art Tagebuch.

Der Tag danach

Mit matschigem, aber zum Glück nur noch unterschwellig schmerzendem Kopf aufgewacht. Befreit gefühlt.

Es ging Donnerstag Abend los – düstere Wolken zogen sich über den geistigen Horizont. Bald darauf folgten Schmerzen besonderer Art. Solche, die in erster Linie eine Seite beeinträchtigen, Übelkeit mitbringen und jegliches Denken lahm legen. Die Nacht war von erleichternden Phasen des Schlafs durchsetzt, den Rest habe ich „ausgelegen“, d.h. immer wieder Liegepositionen für den Kopf gesucht, die Erleichterung verschafften bzw. die Schmerzen nicht verschlimmerten. Das setzte sich den Freitag vormittag fort, ab Mittag wurde es laaaangsam etwas besser. Ich versuchte in den Blogs zu lesen und kommentierte manches, aber der Geist war zu schlapp und der Körper auch – ich konnte irgendwann nicht mehr tippen. Am Abend am Tablet ein paar einfache Spielchen gemacht und vor dem Fernseher abgehangen.

Heute morgen war ich wieder Mensch. Ein verkaterter zwar, aber die Gedanken haben wieder eine Ordnung, der Sonnenschein ist schön, die Geräusche aus den Nachbarwohnungen interessieren wieder. Nach einem Kaffee (und Frühstück) und einem Telefonat mit der Schwiegermutter werde ich mal sehen, welche Bloggespräche ich gestern liegen gelassen habe und ob ich den Faden wieder aufnehmen kann.

Wörter und Worte: „Iss auf, dann wird morgen schönes Wetter!“

Bild von rawpixel auf Pixabay, Bearbeitung von mir

Welches Kind musste nicht schon diesen Satz hören, wenn es eigentlich satt war oder keine Lust mehr auf das Essen hatte und nur noch darin herumstocherte? – Zugegeben, mir war das Wetter egal, ich wollte aufhören dürfen zu essen!

Und überhaupt: Was hatte das Wetter mit dem Essen zu tun? Und was war, wenn ich aufgegessen hatte, meine Schwester neben mir aber nicht? – Wetterchaos?

Die Erklärung ist ziemlich einfach und beruht auf einem Verständnisfehler.

Der Originalsatz stammt aus dem Plattdeutschen und lautet: „Et dien Töller leddig, dann givt dat morgen goods wedder!“ – „Iss deinen Teller leer, dann gibt es morgen Gutes wieder (wieder etwas Gutes)!“ Also wenn man nicht aufgegessen hatte, bekam man am nächsten Tag den Rest nochmals vorgesetzt. Anderenfalls wurde neu gekocht – „etwas Gutes“.

Für jemand Fremdes, der kein Plattdeutsch versteht, hörte sich das sehr stark nach „Wetter“ an! Und so nahm irgend jemand diese vermeintliche Weisheit mit nach Hause und verbreitete sie dort. In der Folge wurde Kindern eingeredet, sie könnten das Wetter beeinflussen.

Heute sieht man das zum Glück etwas anders und vorzeitig satt zu sein, ist nicht mehr schlimm. Stattdessen ist es ein Kompliment für den Koch, wenn der Teller leer gegessen wurde, denn dann hat es offensichtlich geschmeckt.

Bild von congerdesign auf Pixabay, bearbeitet von mir

Meine Woche (KW 06/2021)

Getroffen: niemanden

Gemacht: mit meiner Mutter telefoniert, mein neues Tablet eingerichtet, gebloggt, gefacebookt, gewhatsappt (welch‘ schöne neue Wörter!), neues Vogelfutter angerührt (geölte Haferflocken) und mehrfach aufgefüllt, Wäsche gewaschen, mich gespritzt, mit meinem Vater telefoniert, einen alten Blog wiedergefunden (wird gelöscht), Bewegungsübungen, etwas Training (sowas in der Richtung, wie der Dieter in seinem Tagebuch beschreibt), Abendspaziergänge mit E., eine Gruppe bei FB mit eingerichtet, Vogelhäuschen vorerst entfernt

Gewesen: zu Hause, im Autohaus

Gesehen:
– Filme und Serien: „Berlin: Schicksalsjahre einer Stadt 1975“ (Doku), „Border Patrol Australia“ (Doku), „Dante’s Peek“ (Film), „ABBA – Der Film“ (Film), „Legenden – Ein Abend für Heinz Quermann“ (Erinnerungs-Doku-Reihe)
– Natur: Kohlmeisen am Vogelhäuschen, eine Elster auf dem Balkon, unser Rotkehlchen, ein anderes Rotkehlchen tot am Straßenrand (schnief), Sonnenschein, erstes Grün von Frühblühern auf dem Rasen, eine Ratte im Vogelhäuschen (und später kletternd im Baum, auf der Suche nach dem verschwundenen Vogelhäuschen), Wildkaninchen (leider auch ein totes auf der Straße – Festmal für Elstern), einen Stieglitz
– Sonstiges: einen Mann mit seinem Hund beim Spazierengehen und Knuddeln, den Herrn von gegenüber

Gehört: Krähen, Spatzen, Meisenzwitschern, Gerumpel von LKWs auf der Straße (die dürfen hier gar nicht lang), die Therapeutin über uns, die Elster beim Hämmern auf dem Fettblock, die Familie von schräg oben, die Familie von nebenan

Gelesen: Bedienungsanleitungen, Informationen über die Zerstörung Dresdens, alte Blogbeiträge

Gespielt: „Clockmaker“ (Tablet), „Fallout 4“ (PC), „Das neue Quizduell“ (Tablet)

Gegessen: selbst gemacht: Bratwurst mit Pommes Frites und Kohlrabi, Rührei / bestellt/geholt: diese Woche nix / aufgewärmt: schnellen Kartoffelbrei (instant) / Sonstiges: Toast mit Pflaumenmus, Pfeffernüsse, Brötchen mit Frischkäse und Geflügelwurst

Genascht: Duplo, Toffifee, Fruchtbonbons, Nimm 2

Getrunken: Kaffee, Wasser, ACE-Saft, Fanta

Gekauft/bestellt:
– ein Beutelchen für mein Handy
– Futterampeln für die Vögel, die Ratten (hoffentlich) nicht erreichen können

Gesucht:
– Zugangsdaten von anno dunnemals (für die von heute habe ich ein Büchlein)
– eine Hülle für’s Tablet (gefunden)

Gefunden: neue Funktionen beim Tablet – die Notizen und der Stift sind besonders wichtig!

Gefühlt:
– negativ: traurig, müde, lustlos, mutlos, ratlos, wütend, bedrückt
– positiv: froh, motiviert, erfreut, wohl, kämpferisch

Gelacht: ja

Geweint: nein

Gelitten:
– unter Ängsten wegen einer Verletzung in Verbindung mit Schmutz am Finger
– Schlafstörungen
– Rückenschmerzen

Genossen: den Sonnenschein, den größeren Bildschirm des neuen Tablets

Gefreut: über das Wärmekuschelschäfchen, das ganz zufällig seinen Weg zu mir gefunden hat

Geärgert: über Leute, die ihren Müll säckeweise in unserer Tonne entsorgen

Gefragt: Wie füttere ich jetzt die Vögel, ohne dass die Ratten alles auffressen?

Gedacht: Jedes Jahr wieder an die Zerstörung meiner Heimatstadt Dresden.

Gemessen: Blutdruck (tagsüber gut, nachts zu hoch), Schritte (fast jeden Tag zu wenig), meinen Bauchumfang – oh je!

Gewogen: gleich geblieben

Geplant: Jetzt regelmäßig auch bissel Gymnastik und so machen.

Fazit: Wieder eine einsame Woche…

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich zu einer Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung geworden. Das Ausfüllen hilft mir dabei, mich erinnern zu können und ein besseres Ich-Gefühl zu haben. Danke für die Inspiration, Lutz!