Meine Woche (KW 19/2021)

Getroffen: die Frau von ganz schräg oben, eine unbekannte Frau (von der Therapie kommend), den Nachbarn von nebenan

Gemacht: mit meiner Mutter und meinem Vater telefoniert, Hausarbeit (Wäsche gewaschen, Staub gesaugt, Betten abgezogen, meinen Schreibtisch aufgeräumt), Gespräche mit E., mit meiner Schwiegermutter telefoniert, mit einem Bekannten gewhatsappt, alle Pflanzen gegossen (in der Wohnung, im Hausflur und auf dem Balkon), gekocht, mit einigen mehr oder weniger Bekannten gewhatsappt (WA-Gruppe), Spaziergang mit E. (bei viel Wind und Sonnenschein), die Grünlilie und noch eine andere Pflanze auf den Balkon gestellt (sind im Sommer immer draußen und nur wegen der Kälte im Winter drin)

Gewesen: zu Hause, im Autohaus, bei meiner Bank, in einer Tankstelle

Gesehen:
– Filme und Serien: „Medical Detectives“ (Krimi-Doku-Serie), „Berlin: Schicksalsjahre einer Stadt (1991, 1992 und 1993)“ (Doku), „Rivalen der Rennbahn“ (Serie), „Bares für Rares“ (Nachmittags-Auktions-Show), „District 9“ (Film)
– Natur: eine Ringeltaube auf dem Balkonregal, Elstern, Sonnenschein und Sonnenuntergangshimmel, einen Regenbogen, Wildkaninchen, verschiedene Krähen, einige selbstmörderische Vögel (Tiefflug)
– Sonstiges: die Frau und den einen Sohn vom Nachbarn aus dem Nachbarhaus, eine Bekannte, Schimmel auf dem Balkonteppich

Gehört: die Frau mit den beiden Hunden, ein neues Moped auf dem Weg nebenan (klingt wie eine Mischung aus Rasenmäher und Kettensäge), die ihre eine Tochter anschreiende Nachbarin und das weinende Kind, ganz viel Musik von den BeeGees, Vogelzwitschern, eine randalierende Ringeltaube auf dem Balkon, fröhlich spielende Kinder, Regen, eine Nachtigall

Gerochen: Grillduft, Kamingeruch

Gelesen: außer den üblichen geschichtlichen Sachen und von Spectrum.de den Beipackzettel von meinem Schmerzmittel, Kochrezepte, über Palliativpflege hier in der Umgebung

Gespielt: „Fallout 4“ (PC), „Brick and Balls Action“ (Handy)

Gegessen: selbst gemacht: Kartoffel-Brokkoli-Blumenkohl-Auflauf mit Bratwurst / bestellt/geholt: Knoblauchbrot (mit Tsatsiki aus dem Kühlschrank) / aufgewärmt: den Rest Auflauf (3 Tage lang von gegessen) / Sonstiges: Toast bzw. Brötchen mit Honig, Brötchen mit Käse und Wurst, Früchtemüsli, Toast mit Leberwurst und Zwiebelringen

Genascht: Schokokügelchen, Kaubonbontaler mit Schokogeschmack, Toffifee, Obstschnitten

Getrunken: Kaffee, Wasser, ACE-Saft, Fanta

Gekauft/bestellt: nichts Besonderes

Gesucht: Motivation, einen Grund zum Aufraffen, Lebenslust

Gefunden: einige Erkenntnisse

Gefühlt: müde, lustlos, teilnahmslos, erstaunt, erfreut, ängstlich, enttäuscht, gleichgültig

Gelacht: ja

Geweint: nein

Gelitten:
– Ängste wegen möglicher Nebenwirkungen meines Schmerzmittels und vor der Reaktion der Nierenärztin
– Durchschlafstörungen (bin nach 2 bis 4 Stunden wieder wach)

Genossen: die Ablenkung durch das Spielen am PC

Gefreut: über das Entgegenkommen eines sehr guten Bekannten

Geärgert: über meine Antriebslosigkeit und das Nichtabkoppelnkönnen von E.s Tagesablauf

Gefragt: Werden bei mir am Mittwoch die Antikörper gemessen? Ob ich welche habe?

Gedacht: Geimpften etwas zu ermöglichen, bevor alle die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, finde ich ungerecht, auch wenn ich selbst davon profitieren würde. Manche warten verzweifelt auf einen Termin und bekommen einfach keinen – so kann’s doch nicht sein.

Gewogen: Das Gewicht ist stabil.

Gemessen: Blutdruck (nachts etwas zu hoch, sonst okay), Schritte (akzeptabel)

Geplant: Weniger Zeit in den sozialen Netzwerken verbringen und die beiden Bücher auf meinem Nachttisch lesen.

Fazit: Eine deprimierende Woche mit wenigstens ein paar Ideen für die Zukunft.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich eine Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung sowie eine Art Tagebuch.

36 Kommentare zu „Meine Woche (KW 19/2021)

                1. Ponyhof… zu oft gehört. Mag ich nicht.
                  Bei dem Menschen an der Seite hast du recht! Ich hatte einige Jahre allein gelebt, bevor ich E. kennenlernte. Ich weiß, wie das ist, alles allein bewältigen zu müssen und im Alltag niemanden zum Reden zu haben. Leider ist ein Partner oft auch hilflos und es ist dann nicht schön, wenn man eine Depression hat. Und gewisse körperliche Krankheiten können auch schwierig sein und die Partnerschaft belasten. Dann ist es leider nicht verflucht schön, aber trotzdem gut, nicht allein zu sein.

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                  1. mag die plattitüde auch nicht… war ironisch.
                    klar, auch mit partner kann es schwierig sein. kommt drauf an. nicht immer einfach, sich zusammen einzupendeln und beizustehen.
                    man sieht es immer aus der perspektive, in der man sich gerade befindet.

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                    1. es kommt auf die anzahl der sozialen kontakte an und auf den persönlichen bedarf an sozialen kontakten. auch ein mensch, der alleine lebt, kann ja in einem für ihn zufriedenstellendem maße soziale kontakte haben.

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                    2. Stimmt, aber es ging doch drum, dass der es „verflucht schön“ hat, der einen Menschen an seiner Seite hat. Oder habe ich das „An seiner Seite“ jetzt zu eng gesehen?

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                    3. Hm, aus meiner Perspektive widersprichst du dir gerade ein bisschen. Aber gut, man muss sich natürlich irgendwie mit der aktuellen Situation arrangieren und findet positive Sichtweisen darauf. Ich bin froh darüber, dass das Hirn so funktioniert, sonst könnte man sich auch gleich die Kugel geben.

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                    4. ja, war lustig.
                      man muss sich ja zwangweise mit gewissen gegebenheiten arrangieren von geburt an…
                      irgendwann sinkt dazu die bereitschaft – vor allem wenn man sich nicht mit der gesellschaft identifizieren kann, die einem all dies aufbürdet.

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                    5. Mit zunehmendem Alter sinkt auch die Flexibilität dafür, wie ich an mir selbst feststelle.
                      Gesellschaft… Schwierig. Ich hatte zwei. Die eine vertraut und stressig, die andere ewig fremd und anders stressig. Identifikation? Ich arbeite erstmal dran, mich mit mir selbst (wieder) identifizieren zu können. Die Gesellschaft im Großen und Ganzen ist mir momentan sehr fern.

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                    6. An der Identifikation mit mir selbst bemühe ich mich seit meiner Geburt oder länger…
                      Ich würde halt gerne in einer Gemeinschaft leben, in der ich mich halbwegs wohl fühle. Wir Menschen sind soziale Wesen. Selbst ich.

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                    7. Oh ja, davon träume ich auch! Und wer nicht? Aber es träumt wohl jeder von einer anderen Gesellschaft, und die alle unter einen Hut zu bringen… Offenbar kommt dabei das raus, was wir jetzt haben. Wenn man mal die Besitzverhältnisse außer acht lässt.
                      Ich melde mich jetzt aber ab für meinen längst fälligen Mittagsschlaf. Durchhalten!

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                    8. Guten Mittagsschlaf!
                      Ich finde allerdings, dass sich sehr viele Menschen in unserem Konsumwunderland prima zurechtfinden und sich offensichtlich wohlfühlen. Das können doch nicht alles ferngesteuerte Zombies sein.

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                    9. Danke, hat etwas länger gedauert.
                      Nein, Zombies nicht. Wenn man sich in dieser Gesellschaft einrichtet und genug Geld hat, kann es doch sehr bequem hier sein. Manche denken einfach nicht weiter.

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                    10. etwas länger – haha – der war gut.

                      sind konsum, geld, luxus… wirklich die werte, welche dauerhaft glücklich machen? zombies vielleicht. mit zombies meine ich ja menschen, die nicht über ihre schuhspitzen hinaussehen, materialistisch orientiert sind und der masse folgen bzw. der gesellschaftlichen gruppe, in der sie sich befinden.

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                    11. Es ist trotzdem schwer zu differenzieren, weil jeder für sich andere Toleranzen hat. Ich tendiere eher dazu, dass sie mich einfach in Ruhe lassen sollen. Ansonsten trauere ich um vertane Chancen, um vergeudete Möglichkeiten. Nach dem Motto: Ist das alles, was die Menschheit zu bieten hat?

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                    12. natürlich sind die menschen untereinander immer noch sehr verschieden… das zombie-bild der gesellschaft ist überspitzt.
                      „lasst mich doch alle in ruhe“, so dachte ich oft als kind während konflikten. heute bin ich doch ein wenig offensiver. obwohl ich das bedürfnis des rückzugs manchmal auch habe, ebenso das gefühl, dass mir alles zu viel ist…
                      auf was beziehst du die vertanen chancen und möglichkeiten?

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                    13. Das war allgemein gedacht. Wenn die Menschen ihr Potenzial ausschöpfen würden, könnten sie so viel erreichen. Stattdessen kocht jeder sein eigenes Süppchen und dann kratzen sie sich gegenseitig die Augen aus. Menschen sind immer damit beschäftigt, Recht zu haben. Statt sich zusammenzutun und ihre Kräfte zu bündeln. Wenn sie doch mal bündeln, ist es meist chaotisch und nicht zielführend bis zerstörerisch. So kann das nix werden…

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                    14. so sind wir menschen: gruppenorientiert und egoistisch. zumeist. wobei sich viele menschen für frieden und grenzüberschreitende akzeptanz und kommunikation einsetzen – funktioniert allerdings bisher eher im kapitalistischen rahmen… nicht so sehr in hinsicht auf menschenrechte und ein friedvolles miteinander. die mächtigen haben an der gleichwertigen teilhabe aller menschen wenig interesse – ist ja logisch.
                      auch unsere westlichen hochgepriesenen demokratien… sind leider nicht das, was sie zu sein vorgeben. die breite masse ist auch bei uns von wichtigen entscheidungsprozessen weitgehend ausgeschlossen.

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