Montagsstarter 40/21

Heute war ich den ganzen Tag ziemlich beschäftigt, denn die neue Soundbar (mit Alexa) musste eingerichtet und ausprobiert werden. Damit und mit einem neuen, einfachen DVD-Player wurde die alte, nur noch notdürftig funktionierende Heimkinoanlage überflüssig, eine Menge Kabel und 5 Lautsprecher ebenso – einige Möbel mussten verrückt werden, um alles wegräumen zu können. Verlegt für die Ewigkeit, die heute ein Ende hatte.
Darum kommt der Montagsstarter, der bei mir eh immer erst am Dienstag dran ist, heute ziemlich spät. Aber er kommt!

(Grüße an dieser Stelle an Anni, ich habe dich und die Vorschläge nicht vergessen! Mein Kopf war leider voll mit anderen Dingen, aber jetzt beherzige ich auch mal meinen Punkt 5 und schreibe sie auf!)

Ich finde es schön, wenn fremde Menschen zueinander freundlich sind. Jedes Mal, wenn meine Freundlichkeit auf ein positives Echo stößt, fühle ich mich richtig gut! (Leider sind manche Leute auch verwirrt, weil sie wohl nicht gewöhnt sind, wenn man offen und nett ist.)

❷ Für Wildschwein vom Spieß und wenn Menschen, die mir nahe stehen, in Not sind, lasse ich alles stehen und liegen.

Von einigem alten Kram kann ich mich nicht trennen. Bücher, meine Briefmarkensammlung, einige Erinnerungsstücke, die alten Schallplatten meiner Eltern – das ist alles ein Teil von mir.

❹ Dem Projekt, mit dem ich mich gerade beschäftige, gilt meine ganze Aufmerksamkeit. Jedenfalls, wenn es mir gut geht. Dann vertiefe ich mich so richtig in das Thema und möchte nicht gestört werden. So ist es am effektivsten und macht am meisten Spaß.

Ideen sollte man irgendwo schriftlich festhalten, sonst gehen sie wieder verloren.

❻ Meine Meinung zu einigen Dingen wie Sparen, Klimawandel und das Gute im Menschen hat sich geändert. Bringt wohl die Lebenserfahrung einerseits und mehr Wissen andererseits mit sich.

Diese Woche habe ich noch etwas Ruhe vor dem Sturm in der nächsten Woche geplant und außerdem steht/stehen ein Geburtstag und ein Geburtstermin im Kalender.

Liebe Grüße und eine gute Woche für meine lieben Leser!

Zur Erklärung: Der Montagsstarter ist ein Lückentext, die Vorgaben sind fett geschrieben. Das Original gibt es wie immer bei antetanni und diesen Montagsstarter findet ihr unter diesem Link.

Meine Woche (KW 39/2021)

Getroffen: einen Bekannten, die Frau von ganz schräg oben (Update!) und ihren Freund, die neuen Mieter, die Nachbarin mit ihrer jüngsten Tochter, den Immobilienmakler (strahlte mich an)

Gemacht: Wäsche gewaschen und zusammengelegt, den Balkon angefangen winterfest zu machen (Lichterketten, Polster und Tischdecke rein- und weggeräumt), Klimaanlage und Ventilator zusammen mit E. in den Keller geräumt, Streit mit E., Schreibtisch aufgeräumt, Ladekarte angemeldet, eingekauft, Spaziergang mit E., Kastanien gesammelt (nur ganz frisch direkt aus den Igeln!), mit meiner Schwester gewhatsappt, die Geschenkekiste auf- und neu eingeräumt (und einiges entsorgt), Spaziergang allein, unseren Ansprechpartner von der Hausverwaltung angerufen (der nächste Rollladen kaputt)

Gewesen: zu Hause, im Autohaus, in einem entfernteren Edeka, im Media Markt

Getrauert: um meine Gesundheit

Gesehen:
– Filme und Serien: „Mythbusters“ (halbwissenschaftliche Doku-Serie), „Papillon“ (Film), „The Midnight Sky“ (Film), „Polizeiruf 110“ (Film von 1980), „Otto – der Film“ (Film)
– Natur: Schmettlerlinge, Jupiter und Saturn (Planeten), Wildkaninchen, blühenden Löwenzahn, Abendrot bzw. -orange
– Sonstiges: nachts einen schlafenden Obdachlosen hinter einer Bank, am Tage an selber Stelle seine zusammengeklappte Liege und ein paar Habseligkeiten

Gehört: viel Musik aus den 80-ern und 90-ern, Umzugsgeräusche (kein Lärm, danke!)

Gerochen: Rosenduft, Gebratenes

Gespielt: „My Café“ (Tablet), „Chain Cube“ (Tablet), „Anno 1800“ (PC)

Gegessen: selbst gemacht: Bratwürste mit Bautzner Brotaufstrich und Baguette, Schlemmerfilet mit Krusteo, Cordon bleu (TK) mit Kartoffelbrei und Blumenkohl mit brauner Butter / bestellt/geholt: BigMäc / aufgewärmt: Frühlingstopf (Dose) mit Maultaschen / Sonstiges: Toastbrot mit Honig, Brötchen mit Geflügelsalat

Genascht: Duplo, Nimm 2, Toffifee

Getrunken: ACE-Saft, Kaffee, Wasser, Fanta

Gekauft/bestellt: 30 Tablettenboxen

Gesucht: eine positive Lebenseinstellung

Gefunden: etwas Energie

Gefühlt: zufrieden, müde, kraftlos, zermürbt, normal

Gelacht: ja

Geweint: fast

Gelitten: am Freitag an starken Schmerzen im linken Bein und im linken Arm

Genossen: die Wärme der Sonnenstrahlen auf mir

Gefreut: über den netten Kontakt zu meiner Schwester (gemeinsam gelacht und in Erinnerungen geschwelgt)

Geärgert: ein letztes Mal über die Frau von ganz schräg oben

Gefragt und geantwortet: Wie werden wohl die neuen Mieter sein? Immerhin ist sie die Cousine der Nachbarin. – Macht einen netten Eindruck, ihr Freund auch.

Gedacht: Da hat sich im Laufe der Zeit ziemlich viel gesundheitlicher Mist bei mir angesammelt.

Gewogen: stagniert

Gemessen: Blutdruck (meistens okay), Schritte (ziemlich gut)

Geplant: Krankengymnastik organisieren.

Fazit: Eine ganz gute Woche mit einem starken „Hänger“ zwischendurch.

Die Idee für diesen Rückblick habe ich bei LutzBs Blog Magic Landscapes gefunden. „Meine Woche“ ist für mich eine Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübung sowie eine Art Tagebuch.

Freitagsfüller #646

1. Ich habe heute versehentlich den PC auf der falschen Seite gesucht, als ich ihn anschalten wollte. Dabei steht der jetzt schon seit 6 Wochen links von mir und nicht mehr rechts. Da sieht man mal, wie man nach Jahren gut konditioniert ist.

2. Auf meinem Wohnzimmertisch liegt eine Tischdecke mit Sonnenblumen. In diesem Jahr habe ich einige verschiedene Sonnenblumenpflanzen gesehen, bei denen man genau den Zweck sieht. Kleiner Kernbereich mit großen Blütenblättern für die Schönheit und Blumensträuße, riesiger Kernbereich mit kleineren Blütenblättern für die Gewinnung von Sonnenblumenkernen. Futter für Mensch und Tier.

3. Die Wahlen am letzten Wochenende vergesse ich am besten schnell wieder.

4. Ich weiß nicht so richtig, warum man dieses Wort braucht: Sneaker. Früher waren das einfach Halbschuhe. Ich finde mich in der Modewelt ohnehin nicht gut zurecht, da sind solche allgegenwärtigen Fremdwörter wirklich hinderlich!

5. Am Herbst mag ich die noch vorhandene Wärme der Sonne, die bunten Farben, Nebel am Morgen, das Rauschen der Blätter im Wind… Herbst kann schön sein! Die dunkle Seite des Herbstes mag ich allerdings nicht, v.a. wenn die Kälte Einzug hält und bleibt.

6. Ich habe keine echte Lieblingsschokolade. Ich esse gerne mal welche, aber zu intensiv darf der Schokoladengeschmack bei mir nicht sein.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Extremcouching und vielleicht einen Blick in SchleFaZ, morgen habe ich geplant, wieder eine Runde Anno 1800 zu spielen und ein paar Kleinigkeiten im Haushalt zu erledigen, und Sonntag möchte ich mich ganz viel erholen und ganz vielleicht mal unsere Finanzen anfangen zu sortieren – wenn ich Lust habe!

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Zur Erklärung: Der Freitagsfüller ist ein Lückentext, meine „Füllungen“ sind fett geschrieben. Das Original gibt es wie immer bei Barbara und diesen Freitagsfüller findet ihr unter diesem Link.

Kleiner Alltags-Sexismus

Am Wochenende haben E. und ich wie jedes Jahr ein Auto zum Ausstellen bei einer Messe in unserem Ort gebracht. Das Auto war eine Stretchlimousine, also ziemlich lang. Ich bin E. wie immer mit unserem Auto hinterhergefahren, um ihn auf dem Rückweg wieder mitzunehmen. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang, Routine für uns und wegen des Aufwandes von insgesamt 20 Minuten keine Rede wert, eine Gefälligkeit für einen sehr guten Bekannten.

Aber dann ist etwas passiert, das mir gar nicht mehr aus dem Kopf geht und das ich für absolut nicht mehr zeitgemäß, wohl aber für die Wahrheit in manchen Köpfen halte.

Es gab an der Straße einige Parkbuchten und E. belegte mit der langen Limousine mindestens zwei davon. Die anderen waren alle besetzt. Ich blieb – wie immer – auf der Straße stehen, damit E. genug Ruhe zum Einparken hatte, und wartete, den rechten Blinker eingeschaltet. Auch wie immer. E. würde ja gleich wieder bei mir einsteigen. Die Fahrzeuge hinter mir überholten brav, so viele waren es nicht.

E. ging dann schnell in das Haus, in dem die Messe (eine kleine!) stattfand, und kam mit einem Herren Mitte 50 und einer Dame wieder, die die Limousine noch etwas anders hin dirigierten. Ich sah, dass sie am Ende nicht komplett in der Parkbucht stand, und gab Zeichen an E., der das aber nicht bemerkte.
Stattdessen kam dieser Herr zu mir und fragte sehr (selbst)gefällig: „Was möchten Sie denn?“
Ich, als routinierte Helferin sagte: „Die Limo steht nicht richtig drin.“
Er: „Ah…“ (und dachte wohl: Was hat DIE für eine Ahnung davon?) „Ich sag’s ihm.“ (Mit einem Ton von oben herab und meine Bedenken direkt herunterspielend, unglaublich.) Er wusste offensichtlich nicht, wer ich war, und konnte es sich auch nicht zusammenreimen.

Er ging also zurück zu E., der Frau und der Stretchlimousine. Daraufhin stiegen alle drei in das Auto ein. Nach einer Weile stiegen sie wieder heraus, verabschiedeten sich und E. stieg bei mir ein.

Ich fragte: „Hat der dir gesagt, dass die Limo nicht richtig drin steht?“ – „Nö.“ (Ich wusste es schon vorher.)
E. guckte sich das dann kurz an und entschied, dass alles gut so ist, ansonsten müsste er etwas auf dem Fußweg stehen. Okay, aber das sollte ER halt entscheiden und nicht dieser Herr X.

Am spannendsten war aber, was u.a. besprochen wurde, als die Drei „Probesitzen“ gemacht haben und ich sie nicht sehen konnte.
Da fragte der Herr nämlich ziemlich abfällig: „Was will eigentlich die Alte da, die die ganze Zeit so penetrant rechts blinkt? Die hat hier keinen Platz mehr zum Parken, rafft die das nicht?“
Darauf E.: „Das ist meine Frau, sie nimmt mich wieder mit.“
Es folgte eine kleine Serie an Entschuldigungen, aber das nützt dann auch nix mehr, wenn die Lebenspartnerin des Gegenübers eben als „Alte“ betitelt und als etwas blöd dargestellt wurde.

Leider erfüllte dieser Herr sämtliche Klischees des überaus wichtigen und Frauen verachtenden Geschäftsmannes. Sexismus ist noch immer äußerst verbreitet und kommt fast ständig, oft unterschwellig im Alltag vor. Es wird wirklich Zeit, dass dieses Denken endlich ausstirbt.