Zwischenstand

Seit gestern habe ich nun meine neuen Blutdruckmedikamente. Es war ein bisschen gruselig: Ich allein zu Hause und draußen stand im Dunkeln jemand mit Taschenlampe… Es war die Frau von der Apotheke, die mir die zweite Hälfte meines „Rezepts“ brachte. Ich hatte sie völlig vergessen! In 4 Tagen werde ich also die höhere Dosis nehmen, dann sind meine 75-er alle und neue, wie hier schon beschrieben nicht lieferbar.

Gestern abend hat mich der Müdigkeitshammer getroffen – ab kurz vor Mitternacht ging gar nichts mehr außer dem Weg ins Bett. Und das bei mir, der Nachteule!
Der Blick auf’s Barometer sagte mir heute morgen auch, warum: Innerhalb von höchstens 48 Stunden fiel es um 50 Hektopascal. Von 1030 auf 980. (Einige Infos zum Luftdruck findet ihr hier.)

Mich wundert sehr, dass ich darauf (noch) nicht mit Kopfschmerzen reagiert habe, aber wahrscheinlich kommen sie spätestens, wenn es wieder aufwärts geht. Ich werde es beobachten!

Bisher hatte ich einen effektiven Vormittag, allerdings macht sich schon wieder Müdigkeit bemerkbar. Ohne Mittagsschlaf geht schon länger gar nichts mehr. Also werde ich noch eine Kleinigkeit essen und mich dann ins Bett begeben. Ich freue mich schon auf das Käffchen mit Lebkuchen danach!

Kleines Glück

Die Meisen zwitschern, die Sonne lacht…
Der Herbstbeginn hat mir den Kopfschmerzmorgen im Bett erträglich gemacht.

Tagesrückblick 25.08.2019

Mit Kopfschmerzen aufgewacht, total unausgeschlafen gefühlt. Halbe Tablette dagegen genommen.
Gefrühstückt, sonstige Medis genommen.
Rumvegetiert. In Blogs kommentiert, das hat abgelenkt.
JHP auf die Stirn schmieren lassen, wieder schlafen gegangen.

2,5 Stunden später wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht.
Was gegessen, die andere halbe Tablette genommen.
Einen Weg mit dem Auto erledigt, ging besser als erwartet.
Zu Hause wieder rumvegetiert. Außer Kommentieren und Lesen ging nix.
Was gegessen, im Garten gegossen, auf dem Balkon gegossen.
Abendmedis genommen.
Abendspaziergang gemacht.

Gegen 22 Uhr gingen die Kopfschmerzen weg und kehrten meine Lebensgeister zurück.
4 Schrankfächer umgeräumt, alte Briefe aussortiert, alles andere neu sortiert, nebenbei gebloggt.

Das Leben fühlt sich jetzt ganz anders an, aber nun ist der Tag auch wieder zuende.
Hoffentlich geht es morgen, am Montag, wieder normal weiter. Ohne Kopfschmerzen. Die lähmen einfach nur.

Es geht wieder los…

Vor 3 Tagen hatte E. Schmerzen in den Unterschenkeln. Er hat an 4 Autos irgendwas sauber gemacht. Ein Bekannter hatte sie ihm zum Fotografieren geliehen. Fotografieren ist sein Hobby und die Fahrzeuge sind besondere Motive. Nun taten ihm die Beine weh.

Vor 2 Tagen war es nicht besser, stattdessen fing er an, mit den Fingern zu knacken. Das kann er besonders gut, wenn er Fibroschübe hat. Mir schwante Böses.

Gestern kam er morgens nicht aus dem Bett und legte sich nach dem Frühstück wieder hin. Fühlte sich auch nach dem Schlaf schwer und nicht „richtig da“. Abends nochmal im Bett mit Schlaf, danach war es etwas besser. Also ein bleierner Tag. Typisch für Fibro, aber noch fiel das Wort hier nicht, erst abends, als ich dachte, das Gröbste wäre vorbei.

Heute Schlaf bis mittags, er meint, er fühlt sich kränklich, als würde er eine Erkältung bekommen. Ich bleibe bei der Fibrogeschichte, sage ihm aber nichts.

Er hat am Wochenende 3 Termine für seinen Nebenjob. Seine mögliche Vertretung ist im Urlaub.
Psychischer Druck = Schmerz.
Er sagt, da kann man schon in den Kalender schreiben, dass es so wird.
Leider bringt ihm seine Psychotherapie nicht wirklich was, obwohl er deswegen dorthin geht.

Ich stehe daneben, sehe ihn leiden und entwickle inzwischen eigene Ängste. Denn wenn er ausfällt, muss ich als Vermittlerin den Leuten beibringen, dass die Aufträge platzen. Und mich um Ersatz kümmern, der nur eine abgespeckte Version sein kann. Das ist wiederum Druck für mich, und ich frage mich, ob meine Kopfschmerzen heute mit dem Wetter zusammenhängen oder mit der Angst oder mit beidem. Und wie ich damit umgehe.

Der Umgang mit meinen Ängsten ist mein großes Thema in meiner Psychotherapie. Eigentlich geht es um meine Krankheit, aber irgendwie muss es auch um seine gehen, das merke ich in Situationen wie heute sehr deutlich.

Noch 2 Tage. Am Sonnabend kommt es drauf an.

Tagesrückblick

Mit einem verquollenen Gesicht und Kopfschmerzen fing es an… nicht gut. Einen großen Anteil hatten die Unterbrechungen in den 2 Stunden vor dem Aufstehen.
Mein Körper hat das späte Ins-Bett-Gehen und Lange-Schlafen mit Störungen nicht verziehen. Daran merke ich, dass ich alt werde… Er will Regelmäßigkeit.

Heute also gab es erst 12 Uhr Frühstück, aber immerhin auf dem Balkon. Ich merkte, ich vertrage heute keine Untätigkeit.

Als erstes wurde mir bewusst: Heute ist am Wohlbefinden nix mehr zu versauen, heute kannst du dich endlich spritzen. Ich schiebe es schon wieder eine Woche lang vor mir her. *schäm* Aber heute ging es wirklich ganz leicht! Geschafft!

Dann habe ich die verblühten Geranien abgschnitten, die Dipladenien in ihre Schranken gewiesen (es waren Tentakelmonster!) und alle Pflanzen auf dem Balkon gegossen, teilweise gedüngt. Leider sieht mein Lavendel erbärmlich aus. Zusammen mit der Kapuzinerkresse im Kasten nehmen sie sich gegenseitig Wasser und Nährstoffe weg. Beide dümpeln so vor sich hin. Schade.

Tja, und dann wollte ich nach ca. einem Jahr der Nichtbenutzung endlich den Farbeimer aus dem Vorratsregal in den Keller bringen. Am Ende hatte ich das ganze Regal aufgeräumt, aus dem Keller 3 Kisten mit „Irgendwas“ entsorgt, noch einige andere Dinge in den Keller verfrachtet, 2 Paar abgetragene Schuhe und eine Menge alter Handtücher und Putzlappen in den Container gebracht.

Nebenbei Tee gekocht, 1 Paar Schuhe in der Waschmaschine und 1 Paar mit der Hand gewaschen.

Danach noch ein Spielchen und ein Imbiss und dann war ich wieder reif für das Bett. So reif, dass ich mir den Wecker nicht gestellt habe. Nach mehr als 2 Stunden wachte ich wieder auf!

Der Kopf fühlt sich noch immer belämmert an, aber meine Psyche ist heute okay. Ich bin stolz auf mich, wieviel ich geschafft habe! Yippieh!