Lebenszeichen

Ich bin noch da. Hab‘ einfach eine Auszeit gebraucht. Nicht nur vom Bloggen, nein, von fast allem. Ich habe meine sozialen Kontakte eingeschränkt, meine Zeit in den sozialen Medien, keine Nachrichten mehr gesehen und gehört. Rigoros aus- oder umgeschaltet, sobald sowas kam. Auch politische Reportagen und Kommentare waren tabu. So konnte ich mich ein paar Wochen ganz auf mich konzentrieren – und das tat sooo gut! Nicht das Elend der Welt auf meinen Schultern tragen, sondern nur für mich da sein…

Ich habe auch den Haushalt schleifen lassen. Wer sagt eigentlich, dass alles immer tiptop sein muss? Dann lag die Wäsche eben rum und es war nicht gesaugt. Na und? Dafür habe ich mich prima gefühlt! Endlich nicht mehr getrieben und gehetzt. Ruhe ist in mein Leben eingekehrt und damit auch Zufriedenheit und Fröhlichkeit.

Ich werde so weitermachen und es sich entwickeln lassen, wie es mit dem Blog weitergeht. Sporadisch in meinen abonnierten Blogs gelesen habe ich ja, vielleicht schreibe ich auch sporadisch wieder. Ein paar Mal hatte ich schon solche Anwandlungen. Naja, alles kann, nichts muss! Wir lesen uns!

Liebe Grüße an alle und danke für eure Treue und die Nachfragen!

Glücksmoment #23

An unserem in voller Blüte stehenden Marillenbäumchen saß heute ein Tagpfauenauge und drehte sich so, dass ich seine bunten Flügel bewundern konnte. 18 Jahre wohne ich schon hier, aber das war das erste Mal, dass ich hier ein Tagpfauenauge gesehen habe! Lange bin ich stehen geblieben, die Sonne schien und es war einfach schön!

Zusammen mit den Wildbienen aus den Insektenhotels, der Hummel und den beiden Eidechsen war es heute sehr lebendig vor unserer Haustür – ich liebe es!

Windpocken Zwischenstand

Heute ist der erste Tag, an dem E. für kurze Zeit mal wieder aufstehen konnte. Eine Runde am PC, ein anderes Mal ein bisschen Fernsehen, das war’s. Aber immerhin hatte er sich angezogen und saß mal eine Weile bei mir. Das war schön und sehr erholsam! Vor allem, nachdem ich gestern kurz vor Mitternacht zur Apotheke gefahren war, weil es ihm so schlecht ging und wir beide Angst hatten, dass er eine Mittelohrentzündung bekommen könnte. Unser Paracetamol im Schrank war vor zwei Jahren abgelaufen, also habe ich neues geholt. Die folgende Nacht war für ihn wieder schmerzhaft und anstrengend, aber irgendwann fiel er in den Schlaf.

Heute mittag lachte er mich an und winkte mir, als ich ins Zimmer kam. Hach ja, Hoffentlich ist der Mist dann mal vorbei!

Ich habe noch nie erlebt, dass E. fünf Tage lang freiwillig das Bett hütet und teilweise nichtmal Interesse an … IRGENDWAS hat! Von den fünf Tagen hatte er drei Tage lang Körper- und Gliederschmerzen, von der Juckerei ab dem zweiten Tag mal abgesehen, das erst heute etwas nachgelassen hat.

Ich selbst hatte die ganze Zeit mit Haushalt und Krankenschwestertätigkeiten zu tun – und mit Pausen. Aber da ich weiß, wie es ist, wenn man krank ist und nichts selber machen kann, wollte ich einfach jederzeit für E. da sein. Fieber und Blutdruck messen, Getränke holen, Kamillentee kochen, trösten, Fenster auf- und zumachen, streicheln, Bett umbeziehen (4x), Kühlpad erneuern, Waschlappen bringen, beim Umziehen helfen, am Bett sitzen, Essen (Brötchen, Apfel, Joghurt) bringen, Tabletten geben, Bläschen mit einem Mittelchen gegen den Juckreiz betupfen … Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt und ich mache es gerne, aber ich bin dann auch froh, wenn wieder Normalität einkehrt.

Der Wochenrückblick wird wieder kurz ausfallen, wenn ich ihn überhaupt zusammenbringe. Aber das reale Leben war wichtiger, und das hieß in dieser Woche: E. und die Windpocken.