Soße zum Weihnachtsbraten

Ob nun für die Gans oder wie in den letzten Jahren das Kaninchen – die Soße ist gut. Ich habe sie auch in diesem Jahr wieder so gemacht.

Das Grundgerüst habe ich von Tim Mälzer, der einen Bratenfond zur Gans gemacht hat, allerdings habe ich das mit den Jahren zur Soße abgewandelt. Man kann sie ganz prima vorbereiten und einfrieren oder in Gläsern einmachen. Mir nimmt das an den Tagen, wenn der Braten auf den Tisch soll, immer den Stress.

Zubehör:

  • 1 Bräter, große Pfanne oder Topf (der Boden muss breit sein), keine Beschichtung!
  • 1 Topf (Fleischtopf)
  • 1 grobes Sieb mit Topf drunter
  • einen oder mehrere Behälter zum Einfrieren oder Schraubgläser zum Einwecken (Füllmenge insgesamt ca. 1 Liter)

Zutaten:

  • Fleisch mit Knochen, passend zum Braten (entweder Reste von Gans oder Ente oder ausweichsweise Hühnerklein, z.B. für das Kaninchen)
  • genausoviel Wurzelgemüse, und zwar wie folgt aufgeteilt:
    – 50% Zwiebeln
    – die anderen 50% je ein Drittel Sellerie, Möhren und Lauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 bis 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 10 Pfefferkörner
  • 3-5 Wacholderbeeren (wenn vorhanden)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Wasser
  • Öl
  • Salz
  • Soßenbinder, angerührtes Mehl oder Stärke, je nach Vorliebe

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen.
Fleisch und Knochen (in handlichen Stücken, notfalls hacken) im Topf anbraten, möglichst spät wenden.

In der Zwischenzeit das Gemüse in walnussgroße Stücke schneiden, Zwiebeln und Lauch in einem anderen Gefäß aufbewahren. Die Petersilie in grobe Stücke zupfen, Stiele mitverwenden.

Wenn das Fleisch von allen Seiten kross aussieht, Sellerie und Möhren mitbraten. Sobald diese etwas garer aussehen, Zwiebeln und Lauch und Petersilie dazugeben. Umrühren, braten lassen und, wenn möglich, den Ansatz unten im Topf immer wieder abkratzen, damit er nicht anbrennt.

Der Inhalt der Pfanne sollte nun schon deutlich in sich zusammengefallen sein. Nach ca. 1 bis 1,5 Stunden das Tomatenmark dazugeben (oder eher, kein Anbrennen riskieren!), einrühren und anrösten lassen.

Wenn man bisher in der Pfanne gebraten hat, muss man jetzt das Ganze in einen Topf umfüllen. Dafür gibt man ein Wenig Wasser in die Pfanne, löst so gut wie möglich den Ansatz und gibt alles in den Topf. Den Rest in der Pfanne kann man lösen, indem man die Pfanne mit dem Boden bedeckt voll Wasser nochmal aufkocht. Das Wasser kommt dann gleich mit in den Topf.

Gewürze dazugeben (Vorsicht mit dem Salz) und mit der Gemüsebrühe und Wasser soweit auffüllen, dass das Fleisch und das Gemüse komplett abgedeckt sind. Lieber etwas mehr. Dann eine halbe Stunde zugedeckt kochen lassen.

Dann nach und nach mit einer Kelle den Inhalt des Topfes in das Sieb geben und mit einem Löffel die Masse im Sieb hin- und herschieben, drücken und gerne etwas kratzen. Die Flüssigkeit läuft in den Topf darunter. Zwischenzeitlich das Sieb leeren und auch von unten abkratzen.
Es sind jetzt noch ein paar Unreinheiten in der Soße, z.B. kleinste Bestandteile von Zwiebel oder Petersilie. Wer die nicht drin haben möchte, kann die Soße ein weiteres Mal durch ein Haarsieb oder ein Seihtuch gießen.

Jetzt kann die Soße gekostet werden. Ist sie noch zu dünn, darf sie noch etwas ohne Deckel kochen und Flüssigkeit verlieren. Wieviel, ist dem persönlichen Geschmack überlassen.

Wenn die Soße bevorratet werden soll, kann sie jetzt in die vorbereiteten Behälter gefüllt werden.
Soll sie gleich verwendet werden, muss sie noch mit Soßenbinder, Mehl oder Stärke angedickt werden. Beim Mehl (1 EL Mehl in 1 Tasse Wasser verquirlen) muss die Soße nochmal eine Weile köcheln, um den Mehlgeschmack zu verlieren.

Hinweis:

Es kommt auf das verwendete Fleisch an, wie fettig die Soße am Ende ist. Ich entfette sie immer mit einer Fetttrennkanne, das geht am einfachsten bei vorbereiteten Soßen. Man gießt die Soße einfach in die Kanne und lässt sie eine Weile stehen. Das Fett setzt sich oben ab und man kann durch die Tülle die nun fettärmere Soße in ein Behältnis gießen.

Traut euch ruhig mal ran, die Soße macht zwar etwas Arbeit (bei mir 2,5 Stunden), aber man spart die Zeit an anderer Stelle wieder ein.

Schoko-Nuss-Plätzchen

Das Rezept für diese leckeren Plätzchen hatte ich mal auf Chefkoch.de gefunden, ausprobiert und für gut befunden.
Leider finde ich das Original von Stetim nicht mehr wieder, aber zum Glück hatte ich es ausgedruckt und kann es euch heute empfehlen.

Zutaten:

3 Eiweiß
180g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
125 g gemahlene Blockschokolade
250 g gemahlene Haselnüsse

So geht’s:

Das Eiweiß steif schlagen, bis es in der Schüssel klebt, wenn man sie umdreht.
Zucker, Vanillezucker, Schokolade und Nüsse in einer anderen Schüssel mischen und dann den steifen Eischnee darunter heben.
Die fertige Masse muss zäh, klebrig, aber trotzdem geschmeidig sein.
Mit 2 Teelöffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Bei 160°C Heißluft ca. 13-15 Minuten backen.

Hinweise:

  • Die Plätzchen gehen noch etwas auf, also lieber etwas kleiner formen und genug Platz auf dem Blech zwischen den einzelnen Häufchen lassen!
  • Bei mir waren es am Ende 50 Plätzchen auf eineinhalb Blechen, aber wenn man sie nicht ganz so groß (etwas zu groß) macht wie ich, kommen bestimmt 60 raus.
  • Für das Kleinkriegen der Schokolade gibt es verschiedene Techniken.
    – In einem Mixer wird die Schokolade leider sehr schnell heiß.
    – Man kann eine Küchenreibe nehmen, aber da dürfen die Hände nicht zu warm werden.
    – Es soll schon Leute gegeben haben, die die Schokolade mit einem Hammer/Fleischklopfer zerkleinert haben.
    – Letztlich lege ich die Schokolade auf ein großes Brett, nehme ein großes Messer und schneide ganz schmale „Scheibchen“ ab. Das dauert, bei mir ca. 30 Minuten, liefert aber das beste Ergebnis. Danach mörsern und schon habe ich ziemlich pulvrige Schoki.

Diese Plätzchen schmecken Schokoladenfans ganz bestimmt!

Die Fotos sind heute übrigens von E.

Schnelles Fladenbrot

Schon immer wollte ich mal Fladen machen. So ganz einfache, ohne Hefe, quasi als Notessen. Ich habe im Internet ein Rezept gefunden und ausprobiert, aber wie immer an meine Bedürfnisse angepasst und hier mit Hinweisen versehen, die ich für wichtig halte.

Zutaten:

300 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Sonnenblumenöl
200 ml Wasser

So geht’s:

Alle Zutaten zusammen in eine Schüssel geben und zu einem glatten, weichen Teig verrühren. Achtung, klebrige Sache!
10 Minuten ruhen lassen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen und etwas Öl hineingeben.

Den Teig in 8 Portionen teilen und möglichst zu Kugeln formen und etwas platt drücken (mit nassen Händen geht es besser). Dann den ersten Teigling in die Pfanne geben und mit einem Pfannenwender in der Pfanne platt drücken. Achtung, es klebt! Mit einem Messer geht der Teig ganz gut wieder vom Pfannenwender ab.

Nun nacheinander die anderen Teiglinge in die Pfanne geben und, wenn sie von unten braun werden, umdrehen.
Achtung, nicht alleine lassen, sie brennen schnell an!

Wenn sie auch von der anderen Seite braun sind oder werden, sind sie fertig.

Am besten schmecken die Fladen noch heiß oder lauwarm. Wir haben sie beim ersten Mal mit Zwiebelpulver aufgepeppt und ganz aufgegessen – ohne was dazu. Sie eignen sich aber auch zum Dippen, als Beilage zu Calamares, als Snack zwischendurch, zu Suppe oder Salat, als Teil des Buffets oder was die Fantasie sonst noch hergibt. Kalt gewordene Fladen kann man gut in der Pfanne nochmal aufwärmen (oder in der Mikrowelle).

Etwas aufpeppen kann man die Fladen mit (Röst-)Zwiebeln, eingelegten Tomaten, Schinken (ich werde z.B. mal gerösteten Bacon probieren) und Gewürzen.

Spaghettisalat

Das ist eigentlich kein geplantes Rezept gewesen, deshalb gibt es nur ein einziges Bild, das kurz vor dem Ganz-Aufessen entstanden ist. Es war einfach so lecker und ich will nicht wieder vergessen, wie ich es gemacht habe.
Es ist ein prima Essen für warme Tage, ein schlechtes Essen, wenn man später noch Leute trifft, die geruchsempfindlich sind.

Zutaten:

500 g Spaghetti
3 Tütchen Küchen-, Italienische oder Zwiebelkräuter von Knorr
getrocknete, eingelegte Tomaten (möglichst ungeschwefelt)
1, 2 oder 3 Knoblauchzehen
Essig
Öl
Salz
etwas Pfeffer (kann man auch weglassen)

So geht’s:

Die Spaghetti kochen, bis sie die gewünschte Konsistenz haben.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen und so klein wie möglich schneiden. (Die Menge muss man selbst bestimmen, ich hatte 2 Zehen und die haben gereicht. Wer Knoblauch liebt, nimmt 3 Zehen. Wer ihn nicht mag, lässt ihn einfach weg.)

4 oder 5 oder nach Geschmack mehr von den Tomatenstücken klein schneiden. (Am besten welche, die nicht nach Schwefel schmecken. Ich hatte die von Kühnle.)

Die Kräutertütchen nach Anleitung anrühren (bei mir waren es 9 Löffel Wasser und 9 Löffel Öl). Wer Olivenöl mag, kann gern das nehmen. Ich mag es in Salaten nicht.

Die Knoblauch- und Tomatenstückchen in die Kräutersoße rühren (kostet mal – Geschmacksexplosion!)

Wenn die Spaghetti fertig sind, durch einen Durchschlag (grobes Sieb) gießen und kurz abkühlen lassen. Nicht abschrecken!

Dann die Spaghetti in eine große Schüssel schütten, etwas Öl dazugeben, dieses vorsichtig einrühren und die Spaghetti weiter abkühlen lassen.

Wenn sie lauwarm sind, wird die Soße löffelweise über den Spaghetti verteilt. Vorsichtig einrühren, am besten eignet sich dazu ein Spaghettilöffel.
Nun nach Geschmack mit Salz und wenig Pfeffer abschmecken.

Im Kühlschrank 2 Stunden ziehen lassen, wenn nötig nochmal nachwürzen – fertig!

Bratkartoffeln mit Zwiebeln, Ei und Speck

Ein sehr gutes „Wir-gehen-morgen-einkaufen-und-verbrauchen-was-noch-da-ist-Essen“ !
Deshalb ohne Mengenangaben, denn es kommt nicht drauf an. Bei den Gewürzen schmeckt man einfach ab.

Zutaten:

ein paar Kartoffeln, aber keine mehlig kochenden
ein paar Zwiebeln, wieviel man im Verhältnis zu den Kartoffeln mag
den Rest vom Frühstücksbacon, maximal eine Packung
Öl
Eier
Gewürze

So geht’s:

Die Kartoffeln ungeschält gar kochen und etwas abkühlen lassen.

Den Bacon in Vierecke schneiden und bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne fast fertig braten. Aus der Pfanne nehmen, zur Seite stellen. Fett in der Pfanne lassen!

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen und zu Streifen oder groben Würfeln schneiden. Im Baconfett braten, bis sie gar, aber nicht zu braun sind. Salzen und aus der Pfanne nehmen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden.
Etwas Öl in die Pfanne geben und die Kartoffelscheiben portionsweise von allen Seiten anbraten. Gleich am Anfang salzen. Evtl. braucht man mehrere Durchgänge, aber das lohnt sich. Salzen jeweils nicht vergessen!

Währenddessen die Eier schlagen und mit Salz und anderen Gewürzen würzen. Ich habe Pfeffer und Chilipulver genommen.

Wenn die Kartoffelscheiben gebraten sind, mit Pfeffer und Paprika (edelsüß) würzen, evtl. vorsichtig auch nochmal Chilipulver.
Bacon und Zwiebeln dazugeben, alles gleichmäßig vermischen und dann das geschlagene Ei darübergeben, stocken lassen.

Hier kann man sich entscheiden, ob man einfach alles durchrührt, bis das Ei gar ist. Oder ob man einen Teller auf die Pfanne legt, die Pfanne umdreht und das Ganze vom Teller wieder in die Pfanne gleiten lässt. Es schmeckt beides gleich gut, sieht nur anders aus.