Mittagsruhe

Die Nacht war äußerst kurz, deshalb schrieb ich in meine E-Mail an den Herrn aus dem Shop meines Internetanbieters, er möge mich (wenn überhaupt, denn auf eine E-Mail antwortet man eigentlich mit einer E-Mail, wenn nichts anderes verlangt ist) nur von 10 Uhr bis 13 Uhr oder von 16 Uhr bis 20 Uhr anrufen.

13 Uhr lag ich todmüde im Bett. In der Zeit klingelte das Telefon 4-mal. Beim vierten Mal habe ich E. gebeten ranzugehen, was er auch tat. Dann war Ruhe.

Um 15.30 Uhr klingelte dann mein Wecker und ich fühlte mich komplett zerschlagen und unausgeruht. Kein Wunder nach dem zerhackstückelten Schlaf! So verbringe ich nun den restlichen Nachmittag und Abend – mit einem Anflug von „Hallo, wir sind deine Kopfschmerzen! Wir warten auf den günstigen Moment und dann kommen wir!“

Und das alles nur, weil der Typ nicht akzeptieren konnte, dass ich nicht ans Telefon gehen konnte oder wollte!

So, jetzt ist es raus. Ich glaube, mir geht es jetzt ein bisschen besser – jedenfalls vom Frustlevel her.

Liebe Grüße – ich hoffe, ihr hattet einen schöneren Tag!

Zeitschleife

„Herzlich willkommen bei *** (Internetanbieter)! Ich habe zu Ihrer Rufnummer ein Kabelprodukt erkannt. Geht es um Ihren Kabelvertrag?“
„Ja.“
„Was kann ich für Sie tun?“ – „Internetstörung.“
„In Ordnung. Zur Zeit befinden sich alle Kundenberater im Gespräch. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir Sie, uns zu einem späteren Zeitpunkt anzurufen.“

Nach 4 Wochen weisen „Ja“ und „Internetstörung“ Variationen auf. Sie bewegen sich in einem Spektrum von tödlicher Langeweile über Genervtheit bis hin zu Wut. Ich habe Angst, dass E. irgendwann aus Frust unser Telefon zerbeißt.

Wie komme ich hier nur wieder raus?