Blogparade: Wie Technik mein Leben verändert

Der Blog Anders und doch gleich hat eine Blogparade mit dem für mich sehr interessanten Thema Wie Technik mein Leben verändert gestartet. Mich reizt dieses Thema sehr, deshalb kommt hier mein Beitrag dazu.

Ich war ein gesundes, aufgewecktes Kind der 70-er und Jugendliche in den 80-ern. Ich bin in der DDR ohne Telefon, Spielkonsolen und solche Dinge aufgewachsen, habe viel gelesen und war viel draußen an der frischen Luft. Allerdings fehlten mir im jugendlichen Alter zunehmend die Beschäftigungsmöglichkeiten.

Bis ein geliehener Commodore 64 in unser Haus kam. Ich war sofort Feuer und Flamme! Zum Glück(?) kam bald darauf die „Wende“, die mir außer der Konsole auch einen einfachen PC ermöglichte, dem ein Game Boy folgte. Als es dann Internet gab, habe ich auch dieses ausprobiert. Ich habe an Konsolen und PC gespielt und Anwendungsprogramme genutzt, einfach alles daran gemacht, was ging.

Mein ursprüngliches Leben spielte sich nun im Inneren des Hauses ab, was ich selbst heute sehr kritisch sehe. Allerdings war ich in einem Alter, in dem das Lernen neuer Dinge noch nicht schwer ist, und das kommt mir heute zugute.

Mitten im Berufsleben stehend, verschlechterte sich meine Gesundheit. Ich war schon immer sehr schlank, was nichts mit Essstörungen zu tun hatte. Man konnte gut sehen, wie meine Beine und Füße immer dicker wurden. Ich wachte immer mit verquollenen Augen auf. Heute weiß ich, dass es massive Wassereinlagerungen waren. Ich hatte fast jeden Tag Kopfschmerzen, teilweise so stark, dass ich sterben wollte. Durch Zufall stellte sich heraus, dass meine Nieren nicht mehr richtig arbeiteten. Ich musste an die Dialyse, konnte nicht mehr arbeiten. Heute habe ich eine Spenderniere, aber dadurch bin ich nicht gesund. Manche können wieder so leben, als ob. Ich nicht.

Ich kann nicht mehr einfach so reisen, meine Gesundheit steht immer etwas „auf der Kippe“. Ich bin sehr anfällig geworden, muss mich vor Keimen schützen.

Schon während der Dialysezeit wurde der PC für mich das Tor zur Welt. Ich war damals zu schwach, um viel zu unternehmen, also habe ich am PC was unternommen. Ich spielte Strategie- und Rollenspiele, ganze Serien bis zum Ende durch, ich fing an zu bloggen, leitete ein Forum für Migränekranke, ging zu Facebook und fand viele interessante Menschen, die ich zwar nur virtuell „kannte“, aber trotzdem schätzte. Für mich war das wirklich ein Ersatz für soziale Kontakte und ich war sehr froh, dass ich nicht erst „warm“ mit dem Medium werden musste, sondern den Umgang damit gewohnt war.

Inzwischen kann ich mich wieder besser um meine Verwandten und Bekannten im realen Leben kümmern, dennoch gehört die virtuelle Welt für mich inzwischen genauso dazu. Ich sehe die Entwicklung dieses Teils der Technik für mich als Bereicherung an.

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