Mittagsruhe

Die Nacht war äußerst kurz, deshalb schrieb ich in meine E-Mail an den Herrn aus dem Shop meines Internetanbieters, er möge mich (wenn überhaupt, denn auf eine E-Mail antwortet man eigentlich mit einer E-Mail, wenn nichts anderes verlangt ist) nur von 10 Uhr bis 13 Uhr oder von 16 Uhr bis 20 Uhr anrufen.

13 Uhr lag ich todmüde im Bett. In der Zeit klingelte das Telefon 4-mal. Beim vierten Mal habe ich E. gebeten ranzugehen, was er auch tat. Dann war Ruhe.

Um 15.30 Uhr klingelte dann mein Wecker und ich fühlte mich komplett zerschlagen und unausgeruht. Kein Wunder nach dem zerhackstückelten Schlaf! So verbringe ich nun den restlichen Nachmittag und Abend – mit einem Anflug von „Hallo, wir sind deine Kopfschmerzen! Wir warten auf den günstigen Moment und dann kommen wir!“

Und das alles nur, weil der Typ nicht akzeptieren konnte, dass ich nicht ans Telefon gehen konnte oder wollte!

So, jetzt ist es raus. Ich glaube, mir geht es jetzt ein bisschen besser – jedenfalls vom Frustlevel her.

Liebe Grüße – ich hoffe, ihr hattet einen schöneren Tag!

15 Kommentare zu „Mittagsruhe

  1. Ein Grund, weswegen wir trotz aller Widerstände gegen das man muss erreichbar sein, in so einem Fall alles ausstellen. Telefon klingel. Es hält sich eh kein Mensch an das, was man sagt oder braucht. Ich fühle die Stimmung bis hier. Und wäre genauso genervt und abgef* cked.

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    1. Lieben Dank für das Verständnis! ❤️
      Warum das Handy an war (ich hatte übrigens die Festnetznummer in der Mail angegeben), hat einen Grund, denn ich wollte für meine Schwester mit ihrer kleinen Tochter immer erreichbar sein, falls mal was sein sollte. Sie hat aber mittlerweile ein gutes Netzwerk und ich glaube, ich werde ihr jetzt mitteilen, dass ich das Handy ausschalte, wenn ich schlafe. Die Kleine ist inzwischen auch groß genug. 😉
      Auch hier nochmal danke für die Erinnerung, dass ich mich davon jetzt abnabeln kann.

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  2. Ja, man muss sich fragen, warum sich Menschen für eine Tätigkeit im Bereich DIENSTLEISTUNG entscheiden, wenn sie nicht in der Lage sind, diesen Begriff zu verstehen – und zu leben.
    Es gibt ein schönes Buch darüber mit dem Titel: „Das Einzige, was stört, ist der Kunde“.
    Ich liebte dieses Buch – weil es an vielen Beispielen zeigt, wie Kunden ignoriert werden.
    Solche gedankenlosen Leute haben es nicht verstanden, dass es die Kunden sind, die ihnen das Gehalt zahlen.
    Alles Gute für Dich!
    Lo

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    1. Danke sehr für das Verständnis und die treffenden Worte! Ich habe auch schon im Dienstleistungsbereich gearbeitet und immer sehr auf die Wünsche der Kunden geachtet. Mir war es sehr viel wert, wenn mein Gegenüber zufrieden war, weil ich dann wusste, dass ich gute Arbeit geleistet hatte.
      Umso größer mein Unverständnis, wenn ich sowas wie heute erlebe. „Berufsethos“ scheint heute ein Fremdwort zu sein.
      Liebe Grüße und danke für deine Wünsche!
      die Hoffende

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  3. Es hat mich anfangs Überwindung gekostet, aber inzwischen schalte ich Handy, Festnetz und Türklingel aus, wenn ich Ruhe haben möchte. Nicht nur zum schlafen, sondern auch, wenn die innere Anspannung so hoch ist, dass wir runterfahren müssen.
    Erlaub es dir bitte!
    Man muss der Rücksichtslosigkeit nicht noch alle Türen öffnen.
    Liebe Grüße!

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    1. Guten Morgen! Nein, es war nicht so wichtig, dass es vier Anrufe gebraucht hätte. Eine E-Mail mit zwei oder drei Sätzen als Antwort hätte gereicht. Die Probleme mit der Schichtarbeit kenne ich auch noch, aber da gehst du ja nicht zu den Leuten und sagst ihnen, wann du ansprechbar bist, was ich in meiner Mail für diesen einen Fall aber gemacht habe.

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